Neu am Markt: iMedia Lounge – die Lösung für Social Media Newsrooms

Das Jahr 2010 soll das Jahr des Social Media Newsroom werden. Dieses ambitionierte Ziel haben sich myON-ID Media und iCrossing gesetzt. Gemeinsam lancieren sie heute die „iMedia Lounge“, eine modular aufgebaute Lösung, welche die Web 2.0-Kommunikaiton auf die Webseite der Unternehmen bringen soll. Der Technologie-Dienstleister myON-ID Media hat die Lösung entwickelt, die auf digitales Marketing spezialisierte Agentur iCrossing tritt als Vermarktungs- und Vertriebspartner auf.

Der Social Media Newsroom
Der klassische „Presseraum“ auf der Unternehmenswebseite hat ausgedient. Ein moderner Social Media Newsroom ist serviceorientiert, nutzt Web 2.0-Technologie und bietet multimediale Inhalte für Journalisten, Blogger, Kunden und andere Stakeholder. Er ist die dynamische Drehscheibe für zeitgemässe Online-PR und Dialog in Social Media.

Als Beispiel hier der Social Media Newsroom der Sympra GmbH:


Der Newsroom der Sympra GmbH basiert auf „iMedia Lounge“


Integration einer slideshare-Präsentation im Newsroom

Sinn und Zweck Idee von „iMedia Lounge“

Mit der iMedia Lounge bündeln Unternehmen ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf einer zentralen Plattform und erweitern diese um relevante Social-Media-Dienste. (Quelle)

So fasst die aktuelle Medienmitteilung die Idee der iMedia Lounge zusammen. Für Unternehmen dürfte besonders interessant sein, dass die Lösung in eine bereits existierende Unternehmenswebseite im bestehenden Corporate Design integriert werden kann.

Die iMedia Lounge bindet neben klassischen PR-Elementen wie Pressemeldungen, Artikeln oder Pressebildern auch relevante Social-Media-Dienste und -Inhalte ein, beispielsweise Facebook, Twitter, Youtube, Xing, LinkedIn, Flickr, Slideshare, Blogs, Social-Bookmarking-Dienste und Social News Sites.

Vertriebsmodell
Das Full-Service-Paket beinhaltet sowohl die umfassende Beratung, Konzeption als auch die technische Umsetzung binnen weniger Tage. iCrossing bietet die Newsroom-Lösung in der Basic- und Premiumversion zum Festpreis an. Damit versprechen die Anbieter, dass die Kosten überschaubar und transparent bleiben.

Technologiekonzept
Der Newsroom ist standardmässig mit einer Aggregationstechnologie ausgestattet. Damit können unterstützte Dienste wie beispielsweise Youtube, Twitter, Flickr oder Slideshare per Mausklick zentral mit dem Newsroom verbunden und die Daten kontinuierlich in einen „echten“ Lifestream importiert werden. Diese Verknüpfung erfolgt einmalig und aggregiert neue Inhalte dauerhaft. Das integrierte SEO-Verzeichnis sorgt für optimale Auffindbarkeit des Newsrooms bei Suchmaschinen.


Inhalte und Seiten können einfach bearbeitet werden. Quelle: imedialounge.de

Neben der Aggregation können Inhalte selbstverständlich auch im Newsroom erstellt werden. Damit umfasst die Stream Technologie eine Blog-Funktion, die ein komfortables Veröffentlichen ohne Programmierkenntnisse ermöglicht. Zudem können Inhalte über ein Lesezeichen oder via E-Mail veröffentlicht werden. So kann der Newsroom auch von unterwegs schnell aktualisiert werden.

Die myON-ID Media ist mit myON-ID schon länger am Markt ein Begriff für professionelles Personal Branding. Man darf also auf die iMedia Lounge echt gespannt sein.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der iMedia Lounge.

Quelle: Medienmitteilung myON-ID Media vom 09.02.2010

Siehe auch
myON-ID: Die Zentrale für Deinen guten Ruf (fuellhaas.com)

Die wenigsten Unternehmen haben eine Social Media Policy

Social Media stellen die Unternehmensführung vor neue Herausforderungen, auch wenn es um den Zugriff auf Seiten wie Facebook oder Twitter vom Arbeitsplatz aus geht. Angst vor Produktivitätsverlust oder Sicherheitsbedenken geben häufig den Ausschlag für die Sperrung von Social Networking-Seiten.

Anstatt einer plumpen Sperrung lautet die Aufgabe heute eigentlich, Social Media gewinnbringend in Unternehmenskommunikation und -abläufe zu integrieren. Grundlage dafür sind Richtlinien für den Umgang mit Social Media im Unternehmen – häufig auch „Social Media Guidelines“ oder „Social Media Policy“ genannt. Auch wenn solche Richtlinien von Experten empfohlen werden, kommt die Botschaft offenbar bei den meisten Unternehmen (noch) nicht so recht an. Wie eine Umfrage von Manpower zeigt, verfügen nur rund 20 Prozent über Richtlinien für den Social Media-Einsatz.


Quelle: eMarketer.com

Auch noch so gut formulierte Guidelines können leider nicht verhindern, dass manchmal Mitarbeitende ihren gesunden Menschenverstand komplett über Bord werfen und durch das Veröffentlichen von Bildern oder Videos ihren eigenen Arbeitgeber in Misskredit bringen. Berichte über solche Fälle verbreiten sich zwar schnell im Netz, kommen aber offenbar doch nicht so häufig vor, wie man den Eindruck haben könnte. Nur vier Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihre Reputation habe durch Veröffentlichungen ihrer eigenen Mitarbeitenden auf einem Social Network schon einmal Schaden erlitten.


Quelle: eMarketer.com

Gute Social Media Guidelines sollten die Mitarbeitenden dazu auffordern, folgende Punkte zu beachten:

  • Ehrlichkeit
  • Transparent sein
  • Respekt vor anderen Teilnehmern haben
  • Verantwortung für die eigenen Beiträge übernehmen
  • Nicht bestehende Richtlinien des Unternehmens brechen

Social Media Guidelines sollen nicht einfach nur Regeln aufstellen. Viele Mitarbeitende nutzen Communities und Social Networks sowohl privat als auch geschäftlich, ohne sich über die mögliche Folgen bewusst zu sein. Guidelines und Schulungen schaffen ein Bewusstsein für Fragen der Vertraulichkeit und Privatsphäre sowie für die Tatsache, dass im Internet alle Informationen von Jedermann abgerufen werden können und kaum wieder zu löschen sind.

Zum Thema Social Media Guidelines (inkl. Beispiele) siehe auch

100 Social Media Guidelines (digitalpublic.de)
Enterprise: List of 40 Social Media Staff Guidelines (Laurel Papworth)
Gefahrenherd Mitarbeiter – der Sinn von Social Media Guidelines (ethority.de)
10 Must-Haves for Your Social Media Policy (mashable.com)
Warum Unternehmen und Mitarbeiter klare Richtlinien brauchen (rechtzweinull.de)

Download der Umfrage als PDF.

Personal Branding lohnt sich

Das Internet ist bei der Suche nach neuen Mitarbeitern in der Wirtschaft erste Wahl. 95 Prozent aller Unternehmen in Deutschland schreiben freie Stellen in Online-Jobbörsen, auf der eigenen Website oder in sozialen Netzwerken aus. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 1.357 Firmen ergeben, die der Hightech-Verband BITKOM durchgeführt hat. Doch auch Zeitungen und Fachmagazine werden nach wie vor rege für Stellenanzeigen gesucht. 85 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Printmedien für die Suche nach neuen Mitarbeitenden.


Quelle: BITKOM

Der Online-Bereich wird dominiert von den Online-Jobbörsen wie monster.de oder stepstone.de. Auch wenn man im Moment viel drüber lesen kann, werden Social Media und Communities erst von 12 Prozent der Unternehmen genutzt, innerhalb der ICT-Brache liegt dieser Wert immerhin bei 19 Prozent.

Auf die Ausschreibung einer Stelle folgt für die Unternehmen die Sichtung und Bewertung der eingegangenen Bewerbungen. Wie die Bewerbungsstudie 2010 zeigt, kommen hier vermehrt Social Media zum Einsatz:

Auch hier zeigt sich ganz klar: Das Internet, Soziale Medien und ihre Möglichkeiten sind inzwischen in den Personalabteilungen angekommen und werden auch genutzt: 62 Prozent der Befragten setzen diese im Bewerbungsprozess gezielt ein. (Quelle)

Wenn Angaben der Bewerber im Internet überprüft werden, kommen vor allem XING (69 Prozent), Google (63 Prozent) und Facebook (57 Prozent) zum Einsatz.

Siehe auch
Otto Group setzt auf Recruiting via Social Media (fuellhaas.com)
Personal Branding im Netz: Online-Schreckgespenst? (fuellhaas.com)
myON-ID: Die Zentrale für Deinen guten Ruf (fuellhaas.com)

Das Apple iPad gibt es nur auf Twitter, und nicht im Media Markt…

Dass Apple immer ein Geheimnis um bevorstehende Produktlancierungen macht und im Internet dementsprechend die Gerüchteküche kocht, ist ja nichts mehr Neues. Nicht nur renommierte Blogs und Newsseiten verbreiten Gerüchte und spekulieren, wie wahrscheinlich sie sind.

Wer es jedoch wissen sollte, ist der Einzelhandel – er muss die Produkte schlussendlich verkaufen. Heute Dienstag machte auf Twitter dieser Tweet seine Runde und fand schnell den Weg auf redaktionelle Newsseiten:


Quelle: 20min.ch

Ärgerlich nur, dass Media Markt gar nicht der Inhaber des Twitter-Accounts ist und die Meldung somit ein übler Scherz war. Am späteren Nachmittag sah der Account dann nur noch so aus:


Wieder auf die Twitter Standardeinstellungen zurückgesetzt.

Die Geschichte ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie einfach es ist, eine Marke zu “übernehmen” und in ihrem Namen Falschmeldungen zu verbreiten. Media Markt sieht auch für sich selber negative Auswirkungen. Eine Sprecherin sagt:

“Die Aktion könnte uns eher schaden als nutzen, denn wenn Kunden das Gefühl haben, wir hätten Erwartungen geweckt, die wir nicht erfüllen können, könnten wir die Leute verärgern.” (Quelle: 20min.ch)

Inzwischen haben viele Newsseiten ihre Meldungen entsprechend aktualisiert, nachdem auch spekuliert wurde, ob die Ankündigung eine PR-Aktion von Media Markt selber gewesen sein könnte. Aber wieso sollte Media Markt potentielle Kunden verärgern wollen? Ob @Media_Markt_de weitere Tweets verbreitet oder ob der Account wegen Markenrechtsverletzungen von Twitter gelöscht wird, bleibt abzuwarten.

Auch wenn es diesmal „nur“ um eine gefakte Produktankündigung geht, sollte man eine derartige Geschichte nicht auf die leichte Schulter nehmen. Was ist, wenn beispielsweise ernsthafte Anschuldigungen oder andere Falschmeldungen verbreitet werden? Auch wenn sich meistens früher oder später solche Aktionen aufklären, kann doch ein negativer Beigeschmack für Marke oder Unternehmen zurückbleiben. Und es wirkt heutzutage auch etwas peinlich, wenn Firmen zwar Hunderttausende von Dollar für Branding und die Durchsetzung von Markenschutzrechten ausgeben, sich aber von einem anonymen User im Internet auf der Nase herumtanzen lassen müssen.

Bliebt noch die Frage, wie man als Unternehmen Missbräuchen und Falschmeldungen vorbeugen kann.

  1. Entsprechende Accounts auf Twitter, Facebook und anderen populären Plattformen reservieren.
  2. Social Media auch aktiv nutzen. So schafft man sich Glaubwürdigkeit, und gibt “Trittbrettfahrern”, die nur schnell einen Account eröffnen um ihre Falschmeldung zu verbreiten, weniger Chancen und weniger Aufmerksamkeit. Ausserdem kann man im Krisenfall schneller reagieren und zwar in demselben Medium, wie auch die Falschmeldung verbreitet wurde.
  3. Social Media Monitoring in Real-Time, um gegebenenfalls schnell auf Falschmeldungen reagieren zu können.