Für den anstehenden Wahlherbst haben auch Schweizer Parteien und Politiker Web 2.0 Kommunikation entdeckt. Nach dem Vorbild der USA wollen auch hierzulande Parteien YouTube-gerechte Imagevideos im Wahlkampf einsetzen.
Eine kurze Bestandesaufnahme von persoenlich.com bei den Parteien hat gezeigt, dass noch Amateurfilmchen die Homepages der Politiker dominieren, aber die ersten Profiproduktionen bereits im Vormarsch sind. Noch müssen sich die Produzenten solcher Podcasts aber an die Konsumgewohnheit im Web anpassen: “Oftmals sind die Werbeclips der Politiker zu lange und zu kompliziert. Es wird generell einfach zuviel geredet. Das passt nicht, denn das Internet ist vor allem ein visuelles Medium”, sagt Patrick Kappeler, Geschäftsführer von imotions film & media gegenüber persoenlich.com.
Zu gewinnen gibt es für die Parteien im Web 2.0 allerdings viel: Das Internet kennt keine politische Zensur wie in den klassischen elektronischen Medien und die fortschreitende digitale Konvergenz bindet täglich noch mehr Menschen in das Infotainment-Netzwerk ein. Auf professionelle Web 2.0-Kommunikation setzt beispielsweise die FDP Aargau. “Wir sind der Ansicht, dass Webvideos heute Teil der Gesamtkampagne sein müssen”, sagt Wahlkampfleiter und FDP-Grossrat Urs Haeny gegenüber persoenlich.com. Seine Partei lässt auf den kommenden Wahlherbst hin YouTube-gerechte Imagefilme produzieren, Testimonials sollen auf kurzen Clips Empfehlungen für die Wahlliste abgegeben. Auch Haeny geht nicht davon aus, dass die Multimediawerbung eine “match-entscheidende Rolle spielen wird”. Aber: “Von Vorteil ist, dass wir damit eine Wählerschicht ansprechen können, die wir über die klassischen Werbemittel nicht erreichen.”
Quelle: persoenlich.com
Autor: KF
smartvote: ein gelungenes Tool…
Wie ich ja schon vor längerer Zeit mal im Blogartikel “Politik 2.0” laut nachgedacht hatte, fehlt in der Schweiz vielen Politikern noch immer die Nähe zum Internet als Kommunikationsmedium. Mittlerweile sind zwar viele Politiker p…