Aufgeschreckt hat mich die Pressemitteilung zur aktuellen Ausgabe der deutschen IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE. Demnach betreiben nur sehr wenig Unternehmen Corporate Blogs. Von den Dax-30-Unternehmen sind es sogar nur magere fünf. Dem direkten Kontakt mit dem Kunden, ein wichtiges Argument für das Führen von Firmenblogs, steht offenbar vor allem Angst gegenüber, die Kontrolle zu verlieren:
„Dem Vorteil, über Corporate Blogs als Marketing-Instrument mit Kunden direkt in Kontakt zu treten, steht auf Seiten der Firmen vor allem die Angst gegenüber, die Kontrolle über die Kommunikation zu verlieren. So ist laut Charlene Li von Forrester Research ein von Vorständen identifiziertes Risiko beispielsweise die vorzeitige Bekanntgabe von börsenrelevanten finanziellen Details. Ausserdem fürchten sie eine mögliche Beschädigung ihrer Marken, schlechtere Imagewerte, nachlassendes Vertrauen der Kunden und nicht zuletzt Kosten für eventuelle Auseinandersetzungen vor Gericht.“
Ob man als Unternehmen ein Blog betreibt oder nicht, die Kommunikation kontrollieren kann man sowie so nicht, man kann sie höchstens beeinflussen. Verlust von Vertrauen und Image können Folgen von ungenügender Kommunikation mit Kunden sein, ein Blog wäre also eher ein Schritt in Richtung, dem entgegen zu wirken.
Angesichts der finanziellen und personellen Ressourcen die für das Führen eines Blogs notwendig sind, empfiehlt die COMPUTERWOCHE so genannte „Flash-Blogs“, die nur bei Bedarf und für eine überschaubare Zeit aktiv betrieben werden. Kommunikation ist ein vorlaufender Prozess, der nicht „nach Bedarf“ ein- oder ausgeschaltet werden kann. Firmen, die eine solche Strategie fahren, müssen sich über schlechtere Imagewerte und Vertrauensverlust nicht wundern.
Quelle: newsaktuell
Autor: KF









