PR is dead

Unter diesem provokanten Titel ist seit über einer Woche ein Posting von Richard Stacy aus seinem Blog „the social media revolution“ unter den beliebtesten Blogbeiträgen auf NewPR zu finden.

PR hat gemäss Stacy keine Zukunft mehr. Ein Grund für die schlechten Zukunftsaussichten den Stacy anführt ist, dass „heute jeder eine PR-Agentur sein kann“. Etablierten Agenturen wird dies sicher sauer aufstossen. Aber schaut man sich die Marktlage gerade in Bezug auf „neue Medien“ und Web 2.0 mal etwas genauer an, hat er genau ins Schwarze getroffen: Von allen Seiten drängen Agenturen verschiedenster Herkunft in den PR-Markt. Webdienstleister wollen ihren Kunden Blogs und Podcasts verkaufen. Ihre Stärke dabei ist das Beherrschen der Internettechnologien. Marketing-Agenturen bringen ihre Erfahrung mit auf den Absatzmarkt ausgerichtete Kommunikation ein. Hier lässt sich auch der Erfolg einfacher messen. Und Publishing-Agenturen können ihre Kompetenz in kreativer Gestaltung ausspielen.

Als zweites Argument für den Niedergang der PR wie wir sie kennen ist so Stacy die Tatsache, dass die Öffentlichkeit keine „Vermittler“ mehr zwischen sich und den Unternehmen und Organisation akzeptiert. Dies ist doch aber die Idee von Web 2.0: Jeder kann publizieren und ist nicht mehr auf die etablierten Verlage oder Sendestationen angewiesen: Ein Unternehmen kommuniziert direkt mit seinen Dialogruppen via Blog oder stellt den Bericht über die Jahresbilanzkonferenz als Live-Feed oder Podcast auf die eigene Webseite. Oder das Unternehmen nutzt Inhalte, die von Usern geschrieben wurden: Testberichte und Erfahrungen mit einem Produkt kann man als User in vielen Online-Shops direkt veröffentlichen, ohne dass die PR-Abteilung mühsam die Redaktion einer Zeitschrift zu einem Testbericht überreden muss.

Tröstlich für uns alle ist jedoch gemäss Stacy die Aussicht, dass die Fähigkeiten, die wir PR-Leute besitzen, auch in Zukunft gefragt sein werden, auch wenn der Markt in der Zukunft anders aussehen mag.

Autor: KF








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