Lesen Sie hier den ersten Teil des Interviews.
Lesen Sie hier den zweiten Teil des Interviews.
Frage: Welche Rolle kann eine SL-Präsenz in der Unternehmenskommunikation eines in der Schweiz tätigen Unternehmens spielen?
Strebel: Second Life kann für interne und externe Massnahmen der Unternehmenskommunikation einen Beitrag leisten. Vorstellbar sind für interne Zwecke Schulungen, Präsentationen oder Meetings, die ähnlich wie Videokonferenzen in der physischen Welt virtuell in Second Life stattfinden können.
Mettler: Der klassische Ansatz ist in SL ein Gebäude mit Links zu den Webseiten des Unternehmens hinzustellen. Dieser Ansatz funktioniert je länger desto weniger, da dies für die User nicht interessant ist. Virtuelle Welten können den Austausch zwischen den verschiedenen Interessentengruppen und dem Unternehmen fördern. Es geht um den Dialog zwischen den Interessengruppen und dem Unternehmen vertreten durch die individuellen Avatare. Wie wäre es mit einer virtuellen Pressekonferenz? Wie wäre es mit Forschung & Entwicklung, wo Ideen mit den Usern diskutiert werden könnten? Wie wäre es SL als Diskussionsforum zu nutzen? Virtuelle Events? Oder Formen wie Branded Entertainment und Branded Infotainment in SL? Virtuelle Welten wie Second Life stehen am Anfang der Entwicklung wie das Internet vor 10 Jahren. Was alles möglich sein wird, ist im Moment schlicht nicht abschätzbar.
Frage: Für welche Branchen ist SL besonders interessant?
Strebel: Generell für jede. Es gibt Branchen, die haben es “einfacher”, weil ihre Leistungen aus der physischen Welt 1:1 in Second Life implementiert werden können: Autos, Pflanzen, Mode. Andere müssen erst ein passende Leistungsergänzung finden, die der virtuellen Welt und der Marke gerecht werden.
Mettler: SL ist aktuell ein Must für internationale Consumer Brands. Für Schweizer Consumer Brands wird es im Sommer interessant werden, wenn sich die Schweizer Community gebildet hat. Für Zwecke wie Meetings, Schulungen, Konferenzen wird es ab Juni, wenn Voice eingeführt wird, viel einfacher zu kollaborieren. Die Zeiten, in denen einfach ein Gebäude in SL hingestellt wird, sind bald vorbei. Es braucht ein Konzept, eine Idee und die ist idealerweise crossmedial vernetzt.









