Christoph Hugenschmidt von inside-it.ch hat heute die Unterschiede zwischen Bloggern und Journalisten aufgelistet, die wohl nicht alle ganz ernst gemeint sind. Klar ist aber auch, dass Kommunikationsabteilungen von Unternehmen sehr unterschiedlich auf Anfragen von Bloggern reagieren. Blogger sind eben nicht unbedingt „klassische Journalisten“. Unternehmen können vielleicht weniger abschätzen, was ein Blogger mit dem ihm erteilten Informationen macht und die Verbreitung innerhalb der Blogosphäre mag vielen undurchsichtig erscheinen. Etablierte Medien sind da besser überblickbar, denke ich.
Bis jetzt habe ich bei zwei Unternehmen via Presseabteilung eine Anfrage per Mail gemacht. Der Ringier-Verlag hat problemlos geantwortet, auf eine Antwort von DaimlerChrysler warte ich seit rund 10 Tagen. Vielleicht wollen sie kleinen Schweizer Bloggern keine Auskunft erteilen, oder die sind so überlastet mit der Trennung von Chrysler. Da ich an der Antwort schon sehr interessiert bin, muss ich ganz klassisch „nachfassen“.










Als Blogger hatte ich bei den verschiedensten Unternehmen, staatlichen Stellen und nichtstaatlichen Organisationen noch nie Probleme mit Akkreditierungen und Anfragen – im Rekordfall erhielt ich per E-Mail innert 1 Stunde eine persönliche Antwort.
Ausgerechnet ein Mainstream-Medium bildet die Ausnahme: Der Gruner + Jahr-Verlag hielt es trotz mehrmaligen Anfragen zum “Henri Nannen Preis 2007″ nicht für nötig, auch nur ein Lebenszeichen von sich zu geben.
Von der anderen Seite her gesehen (als Kommunikationsleiter einer NGO) weiss ich, dass auch in PR- und Kommunikationsabteilungen nur Menschen sitzen – welche von einem Blog oft nicht mehr wissen, als dass es “im Internet ist”. Haben wir Geduld mit ihnen…