Das Internet wird immer unsympathischer

Vor ein paar Tagen habe ich Freunde gefragt, wer für sie die unsympathischsten Firmen seinen. Ohne lange zu überlegen kamen die Antworten: „Microsoft, Google, Apple, Adobe…“ Also alle grossen der IT-Industrie versammelt. Zu mächtig, zu monopolisch und Vernachlässigung der Kerngeschäfte sind die Hauptkritikpunkte.

Gerade Microsoft und Google haben in den letzten Tagen neue Strategien aufgegleist, noch mehr Daten über Webnutzer zu sammeln. Kein Wunder, beide Unternehmen expandieren stark im umkämpften Online-Werbemarkt und sind auf eine immer breitere Datenbasis angewiesen, um sich Vorsprung und Profite zu sichern. Wie viele Leute wirklich nichts dagegen haben, wenn immer detailierterer Profile von ihnen angelegt werden, kann man nur schwer abschätzen. Auf jeden Fall scheinen die Zeiten vorbei zu sein, wo wir noch mit dem freiwilligen Anlegen von User-Profilen und Anmeldungen für Newsletter selber entschieden haben, was wir von uns Preis geben.

Ob sich die Datensammlerei auch auf das Unternehmensimage auswirken wird? – Schwer abzuschätzen, aber ich gehe mal davon aus. Etwas tun dagegen werden Microsoft, Google und Co. jedoch erst, wenn die Marktanteile und Umsätze schmerzhaft zurückgehen.








1 Kommentar

  1. theddy sagt:

    Tja, da holt uns halt wieder mal unser Wirtschaftssystem ein – das nur funtkioniert nach dem Motto: Immer mehr, immer schneller, immer grösser, immer mehr Gewinn, immer Wachstumskurven nach oben… Man scheint da dem Irrglauben aufzusitzen, es gäbe hier keine Grenzen…