Im Online-Handel spielt das Thema Web 2.0 eine immer wichtigere Rolle. Drei Viertel der Online-Einkäufer orientieren sich nicht nur regelmässig an Empfehlungen von Freunden, aber auch an Ratschlägen ihnen persönlich nicht bekannten Internetnutzer. Damit tritt deren Erfahrung immer öfter in Konkurrenz zu etablierten Testinstituten wie der deutschen Stiftung Warentest.
Was bedeutet das für die Unternehmen, welche Online-Shops betreiben? Die Kommunikationsabteilungen werden bemüht sein, die Meinungsführer der Community herauszufiltern und gezielt anzusprechen, denn deren positive Bewertung kann sich vorteilhaft auf den Online-Abverkauf auswirken. Die Meinung der Community ist zu einem wichtigen Faktor bei der Kaufentscheidung geworden. Eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer grundsätzlich bereit sind, ein Produkt zu kaufen, über das sie positive Kommentare im Netz gelesen haben. Negative Erfahrungsberichte haben ebenfalls ihre Auswirkungen: Mehr als ein Viertel haben aufgrund negativer Erfahrungen anderer Internetnutzer schon einmal sich gegen einen Kauf entschieden. Anwenderforen und grosse Shopping-Sites wie amazon.com sind die beliebtesten Orte im Web, um Kundenbewertungen zu lesen.
Von Unternehmen selber publizierte Success Stories und Testemonials weichen Meinungen, die von Usern direkt im Internet veröffentlicht werden, ohne dass das Unternehmen sie kontrollieren kann. Dies kann für Unternehmen ein wertvoller Dialog mit Kunden sein, birgt aber auch Potenzial für Missbrauch mittels gefakten Postings oder gezielten Negativ-Kampagnen.
Quelle: direktportal.de







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