Auf der Jahrestagung der International Communication Association hat Wilson Lowry (Assistant Professor am Department of Journalism, University of Alabama) sind seinem Vortrag The Routines of Blogging festgestellt, dass Blogger sich in ihrer Arbeitsweise wie sie Themen auswählen und Postings schreiben, mehr an professionellen Journalisten orientierten. Lowry hat dazu Blogger untersucht, die sich hauptsächlich mit politischen und gesellschaftlichen Themen beschäftigen.
Je mehr Leser ein Blog habe, desto würden sich die Blogger ihrer Publikums bewusst und würden sich mehr an den Erwartungen ihrer virtuellen Gemeinschaft orientieren. Gemäss Lowry würden sie mit unfundierten Behauptungen vorsichtiger und Recherche- und Berichterstattungsroutinen entwickeln, um ihre Glaubwürdigkeit nicht zu verspielen. Dazu gehören beispielsweise die Spezialisierung auf bestimmte Inhalte, das Weglassen von Stories aus Zeitmangel bestimmte Quellen zu überprüfen oder die Standardisierung von Quellenmaterial. Journalisten würden sich im Gegensatz dazu immer noch ein Wunschbild ihrer Leser entwerfen, anstatt den direkten Kontakt mit den Lesern zu suchen. Lowry kommt zum Schluss, dass Blogger aufgrund der Interaktivität des Internets einen engeren Kontakt zu ihren Zielgruppen hätten.
Siehe auch: NZZ






