Zurück gespiegelt…

spiegel-ch.gifDie Schweiz sei ein „schönes, reiches, aber auch ein kompliziertes und wenig bekanntes Land“, heisst es diese Woche in der Schweizer Spiegel-Beilage. Als reichlich kompliziertes Land erscheint uns Schweizern auch der Nachbar Deutschland, wenn man es durch die „Internet-Brille“ betrachtet. Kurz gesagt kann man sich als Schweizer dem Eindruck kaum erwehren, bei den Deutschen wird alles was „Internet“ und „Web 2.0“ heisst im Moment mit Vorschriften und Gesetzen drangsaliert, was das Zeug hält. Willkommen, Web 2.0-Wüste Deutschland.

Anfangs Juni hatte das Landgericht Hamburg bisherige Urteilspraxis bestätigt, wonach Betreiber von Foren und Blogs auch für die bei ihnen hinterlassenen Kommentare verantwortlich sind. Im Weiteren droht Google mit der Schliessung seines Dienstes Gmail, einem der Top 100-Web 2.0 Angebote nebenbei bemerkt, weil dem Unternehmen die geplante Gesetzesänderung der Bundesregierung für die Überwachung des Telekommunikations- und Internetverkehrs zu weit geht. Der Fotodienst Flickr schlägt sich mit Zensurvorwürfen herum und die deutsche GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) verhindert angeblich den geplanten Start der deutschen YouTube-Seite.

Ich frage mich ganz ehrlich, was dies für die weitere Entwicklung und Verbreitung von Web 2.0-Diensten in Deutschland heisst, wenn jeder Blogger mit Klagen rechnen muss. Und wie reagieren Unternehmen, die sich gerade überlegen, Blogs und andere Social Media in ihre Kommunikation zu integrieren?








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