Mit Social Media erhalten PR-Agenturen mehr Konkurrenz

Weil PR-Agenturen sich schwer damit getan haben, neue Technologien wie Social Media mit in ihre Leistungen einzubeziehen, sehen sie sich nun verschärftem Druck von Seiten anderer Kommunikationsagenturen ausgesetzt. Dies geht aus einem Bericht des amerikanischen Council of Public Relations Firms hervor, der in einem Artikel von PRWeek kurz vorgestellt wird.

Gemäss dem Bericht ist die Mehrzahl der befragten 55 PR-Agenturen bereits mit Werbe- und Online-Marketingagenturen in direkter Konkurrenz gestanden, wenn es um Social Media -Kampagnen ging, manchmal sogar bei traditionellen PR-Leistungen. Dies habe bei PR-Agenturen zu einer Identitätskrise geführt, sagt einer der Autoren der Studie. PR-Agenturen hätten gegenüber den Kunden noch nicht die überzeugenden Argumente gefunden, warum sie und nicht die Werbeagenturen derartige Kampagnen umsetzen sollten. Die Autoren raten den PR-Agenturen ihre Kampagnen mit mehr Transparenz zu führen und zu akzeptieren, dass sie die in PR-Kampagnen übermittelten Botschaften nicht immer kontrollieren können.

In wie weit Social Media Schweizer Agenturen unter Druck setzen, kann ich aus meiner Warte nur schwer abschätzen. Meiner Meinung nach sind im Moment eher die mittelgrossen Agenturen ausserhalb des Branchenverbandes BPRA, welche sich mit Dienstleistungen für Social Media und Web 2.0 hervortun. Nach einem Bericht im persönlich vom Juni 2007 ist aber auch hierzulande der Trend zu interdisziplinären Agenturen unübersehbar. Tröstlich ist jedoch, dass es auch in Zukunft PR-Spezialisten brauchen wird (siehe hierzu auch „PR is dead“).








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