Second Life: Sie kamen, sahen – und verschwanden wieder

So formuliert es das deutsche manager-magazin.de und beschreibt das schwindenen Interesse an der virtuellen Welt. Die deutsche Community „Apfelland“ hingegen ist neu der am meisten besuchte Ort in Second Life. Dies gab Apfellandgründer Rainer Wolf von Arktis in einer Pressemitteilung bekannt. Die gesamte Fläche von Apfelland erstreckt sich unterdessen auf eine Fläche von über 1900 virtuellen Quadratmetern. Die Community sei mittlerweile organisiert und verfüge über einen eigenen Bürgerverein und einen Sicherheitsdienst, heisst es. Sie ist auch offen für Anwender ohne Macs.

Spätestens nach den reihenweisen Negativberichten um Kinderpornografie ist es um Second Life in den Medien relativ still geworden. Meldungen über Unternehmen, die eine Niederlassung eröffnen, sind ehr rar geworden. Als letztes Schweizer Unternehmen hat die Mineralwasserquelle Cristalp Fontaine im Mai die Eröffnung eines virtuellen Ladens bekannt gegeben. Besonders für die Unternehmenspräsenzen sehe schlecht aus in Second Life, schreibt manager-magazin.de:

Besonders wenige Avatare sind einer Studie zufolge in den seinerzeit eilends erbauten Unternehmensresidenzen anzutreffen. Die Agentur Aquarius Consulting zählte an vier Tagen im April die Besucher in ausgewählten Geschäften. Die bestbesuchte Niederlassung war demnach die Nissan-Insel. Doch selbst die hatte nur geringfügig mehr Gäste pro Stunde, als in ein japanisches Auto passen: Lediglich sechs Avatare landeten stündlich bei Nissan. Schlusslicht war der Energieversorger EnBW, dessen Standort mit täglich nicht mehr als sieben Besuchern weitgehend brachliegt.

Als die meistbesuchte Firma in Second Life gilt der Sportartikelhersteller Adidas. Schaut man sich den offensichtlichen Erfolg der deutschen Community an, kommt man zum Schluss, dass SL als virtueller Treffpunkt zwischen einzelnen Personen durchaus funktionieren kann. Für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden jedoch hat bisher niemand ein taugliches Konzept entwickelt und umgesetzt. Wie auch immer dieses Konzept genau aussehen sollte.








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