Al Gore schreibt nach dem globalen Event “Live Earth” vom vergangenen Wochenende einen Wettbewerb für die besten Werbespots zum Klimawandel aus. Gore plant Spots für Fernsehen und Internet. In der New York Times fordert Gore einen PR-Berater für unseren Planeten:
„Since we face a true planetary emergency, we have to give the planet a P.R. agent.”
Der Wettbewerb, der von Gores gegründeten Umweltschutzorganisation “Alliance for Climate Protection” ins Leben gerufen wurde, ist der Startschuss für eine auf drei bis fünf Jahre angelegte Werbe-Kampagne, um auf den Handlungsbedarf in Sachen Klimaschutz hinzuweisen. Ab Herbst sollen die ersten Spots ausgestrahlt werden und zwar auf dem Gore-eigenen Kabelsender Current TV, welcher über 30 Millionen Haushalte in den USA erreicht, und auf Web 2.0-Plattformen wie MySpace und YouTube. Wird die Sache ein Erfolg, entsteht so nebenbei auch ein gutes Beispiel für eine crossmediale Kampagne, die auch auf die Wirkung von viralem Marketing setzt.
Zu gewinnen beim Wettbewerb, und das ist wirklich die Schattenseite, gibt es einen SUV (!!) von Toyota, wenigstens ist ein Hybrid. Die Zusammenarbeit mit der Autoindustrie bringt Gore auch viel Schelte von Organisationen wie Greenpeace ein. So war DaimlerChrysler als Werbepartner bei „Live Earth“ in Hamburg aufgetreten. Und was S-Klasse und Umweltbewusstsein miteinander zu tun haben, muss mir erst mal einer erklären. Aber hier liegt auch ein Dilemma der Gore-Kampagne. Will er wirklich etwas erreichen, muss er auch die Industrie mit ins Boot kriegen.









