Eine Stadt wird 2.0

Soziale Netzwerke und zwischenmenschliche Interaktion gibt es nicht erst seit Web 2.0 mit MySpace oder Facebook in aller Munde ist. Es geht sogar völlig ohne Computer und Internet. In meiner Heimatstadt Basel läuft im Sommer unter dem Titel „Stadt2.0“ ein Experiment, das Menschen im realen Raum mit einander vernetzen will. Stadt2.0 ist das Diplomprojekt von André Freiermuth, Student am Institut HyperWerk der Abteilung Kunst und Gestaltung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

In einer speziell hergerichteten Telefonkabine kann man sich mit einem Nickname in eine Liste eintragen. An einem ehemaligen Kiosk erhält man einen Anhänger, den man um den Hals trägt. Dort lassen sich kleine Gegenstände als Bookmarks und Tags anbringen. Wie’s genau funktioniert, kann auf dem Blog Stadt2.0 lesen.

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Das Projekt will soziale Software real anwenden: Der anonyme Kontakt über Plattformen wie MySpace oder Flickr erreiche nie die Qualität und die Tiefe eines direkten Gespräches, kann man auf dem Blog weiter lesen.

Das Projekt stadt2.0 überträgt die Mechanismen der sozialen Software in den realen Stadtraum mit dem Ziel, real-soziale Begegnungen und Interaktionen zwischen Menschen anzuregen und so den Stadtraum lebhafter zu gestalten.

Das Projekt läuft den ganzen Monat Juli hindurch und will nicht als „Anti-Internet“-Projekt verstanden werden. Ich hoffe, André Freiermuth wird nicht nur sein Projekt auf dem Blog dokumentieren, sondern auch seine Ergebnisse und Erfahrungen. Wer sich also auf eine soziale Erfahrung der besondern Art einlassen will, sollte sich auf den Weg nach Basel machen.

Bildquelle: stadt2null.ch

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