Vor ein paar Wochen habe ich über die Bedeutung der persönlichen digitalen Reputation geschrieben, nun geht ein amerikanischer Anbieter noch einen Schritt weiter: Die Suchmaschine www.spock.com ist speziell auf Profile von Personen ausgerichtet. Der sich im Moment in der Beta-Phase befindliche Dienst soll bereits rund 100 Millionen Menschen indiziert haben. Noch im August soll das kostenlose und werbefinanzierte Angebot für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.
Zu diesem Zweck durchsucht die Suchmaschine hauptsächlich Social Networking-Seiten, wo Millionen von Personen Profile mit persönlichen Daten anlegen: MySpace, Facebook oder Xing, um nur ein paar zu nennen. Die Suchmaschine erstellt automatisch Profile, das eigene Profil kann man „claimen“ und Bilder und andere Inhalte hinzufügen. Zudem erfährt man, auf welchen Seiten spock.com die Informationen gefunden hat. So erfährt man beispielsweise bei der Suche nach Paris Hilton, dass Britney Spears ihre Ex-Freundin ist, und spock.com auf 15 verschiedenen Seiten Informationen gefunden hat.
Wer nicht mit einem Profil auf spock.com gefunden werden will, kann die Löschung beantragen. Das ist gut und recht, aber die einzelnen Datenquellen wie XING oder MySpace bleiben natürlich bestehen. Ich bin auch kein Freund der immer mehr zunehmenden Datensammelwut vieler Unternehmen, aber wenn spock.com seine Ergebnisse hauptsächlich aus Web 2.0-Profilen bezieht, muss eben auch bedenken, dass wir solche Profile freiwillig anlegen, und häufig mit dem Ziel, dass man gefunden wird.
Mehr Infos:
Interview mit Jaideep Singh, Mitgründer von spock.com, auf cnet.com
Quelle: ibusiness.de / welt.de









