Wachsender Exhibitionismus steigert Werbeumsätze für Social Networks

Immer mehr Menschen veröffentlichen freiwillig Informationen über sich selbst im Internet. Nun gibt es aktuelle Zahlen aus Deutschland. Dort stellt jeder Fünfte (19 Prozent) private Informationen ins Internet. 10 Prozent gestalten ihre persönliche Internet-Präsenz bei Online-Communitys wie MySpace. Auch Blogs und Singlebörsen spielten bei der Veröffentlichung privater Informationen eine Rolle – sie werden von jeweils 2 Prozent der Deutschen zu diesem Zweck genutzt. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute mit. In der Gruppe der Schüler und Studenten verfügen sogar 45 Prozent über ein eigenes Profil. Gesamthaft sind es in der Altergruppe von 14 – 29 Jahre sogar 50 Prozent. Mit steigendem Alter nimmt die Rate immer weiter ab. Bei den 45- bis 59-Jährigen liegt sie nur noch bei 10 Prozent, bei den Über-60-Jährigen bei 3 Prozent. Nach Geschlecht aufgeteilt, sehen die Zahlen wie folgt aus: 25 Prozent aller Männer veröffentlichen Informationen über sich selbst, bei den Frauen sind es nur 14 Prozent.

Angesicht solcher Zahlen erstaunen auch die jährlich wachsenden Werbenahmen der grossen Social Networks nicht. So hat eMarketer.com für MySpace für dieses Jahr Werbeeinahmen in der Höhe von 525 Millionen Dollars vorausgesagt (siehe Grafik unten).

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Auch im weltweiten Vergleich sehen die Zahlen gut für Anbieter von Social Networks aus:

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Gehen wir mal davon aus, dass der Trend von Social Networks und dem Veröffentlichen von persönlichen Informationen anhalten wird, ist es vor allem die Werbeindustrie, die gut verdienen wird: Sie kann ihren Kunden Werbeplätze auf angesagten Sites verkaufen und gleichzeitig profitieren Datensammler wie Google von der quantitativ und qualitativ steigenden Menge an Userdaten: Immer präziser werdende Nutzerprofile lassen sich in höhere Werbeeinnahmen umsetzen.

Quelle Grafiken: emarketer.com

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1 Kommentar

  1. [...] Trend, Persönliches zu veröffentlichen, hat auch positive Auswirkungen, auf die Werbeumsätze von Seiten wie MySpace oder Facebook. So sollen sich die Werbeeinahmen für MySpace für [...]

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