UEFA geht weiter gegen Ambush-Marketing vor

Wer mit Fussball werben will und der UEFA dafür aber nichts bezahlen will, geht schweren Zeiten entgegen. Wie persoenlich.com heute berichtet, habe die UEFA bereits bei rund 150 Firmen interveniert. Pro Woche kommen etwa fünf bis sechs neue dazu.

Demnach weist die UEFA die fehlbaren Firmen in einem ersten Schritt telefonisch oder brieflich darauf hin, dass sie unerlaubtes Ambush-Marketing betreiben würden. Stellen die Firmen ihre Werbeaktivitäten nicht ein, kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. So weit allerdings sei es erst in fünf Fällen gekommen. Die UEFA hat bereits mehrerer Prozesse geführt. Warum die Schweizer Migros bisher verschont geblieben ist, ist eigentlich nicht nachvollziehbar. Unter dem Namen “M 08″ hat der Detailhändler eine Werbeaktion mit TV-Spots und Fanmeisterschaften lanciert.

Die UEFA nimmt als Veranstalterin der Euro 08 allein mit dem Verkauf der Vermarktungsrechte mehr als 400 Millionen Franken ein. Die Käufer dieser Rechte, darunter McDonald’s, Carlsberg, UBS und Swsscom, erhalten als Gegenleistung für die Millionen das Recht, exklusiv an und mit der Euro 08 zu werben. Auf der UEFA-Webseite ist zu lesen, dass die UEFA grosse Anstrengungen unternimmt, um die kommerziellen Rechte im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008 zu schützen. So wurde ein umfassendes und weltweites Marken-Registrierungsprogramm entwickelt und ein internationales Netzwerk von Marken- und Urheberrechtsexperten aufbaut. Der Verband wehrt sich entschieden gegen Werbeaktivitäten aller Art:

Die Popularität der UEFA-Fussball-Europameisterschaft führt dazu, dass Dritte versuchen, direkt oder indirekt mit der Veranstaltung verbundene kommerzielle und Werbeaktivitäten durchzuführen, ohne dabei auch nur den geringsten finanziellen Beitrag zu leisten. Die UEFA sieht sich mit drei Hauptkategorien illegaler Aktivitäten konfrontiert: Fälschungen, Ambush-Marketing sowie unbefugte Verwendung von Eintrittskarten (unbefugter (Weiter-)Verkauf oder Verwendung zu Werbezwecken)…
Solche Aktivitäten schaden dem Erfolg und dem Ansehen der UEFA EURO 2008. Würden keine Massnahmen gegen solche Aktivitäten getroffen, könnte die UEFA ihren kommerziellen Partnern keine umfassenden Garantien für ihre Investition mehr geben. Dies wiederum würde das Solidaritätsprinzip untergraben, das die UEFA unbedingt bewahren muss. Aus diesen Gründen wird die UEFA die Rechte ihrer kommerziellen Partner weiterhin schützen, wie sie es bei früheren Turnieren erfolgreich getan hat.

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1 Kommentar

  1. Tanja sagt:

    Die Anti-Ambush-Programme und Maßnahmen der FIFA sind schon beinahe eine Tradition vor jedem großen Sportereignis geworden. Jetzt erwartet uns die Euro 2012, wor wir sicherlich eine nächste Ambush Kampagne erleben.