Presse- oder Medienmitteilungen bestehen in der Regel aus einem Titel und einem ersten Abschnitt mit den wichtigsten Fakten. Dann folgen meist detaillierte Informationen und ein anschliessender Abschnitt mit Hintergrundinfos über das Unternehmen oder die Organisation, welche die Mitteilung ausgesendet hat. Nicht vergessen sollte man am Schluss Kontaktperson mit allen Angaben wie Telefon und E-Mail. Eine durchschnittliche Mitteilung passt auf eine gute A4-Seite.
Mit der so genannte „Social Media Release“ soll das alles anders werden. Das Newsportal ibusiness.de hat eine Übersicht mit Firmen zusammengestellt, welche Social Media Releases SMR einsetzen. (Wie eine Social Media Release aufgebaut ist, kann man bei PR Squared nachlesen.)
Das amerikanische IT-Unternehmen Cisco hat vor einigen Wochen damit angefangen, neben traditionellen Pressemeldungen auch SMR als PR-Instrument einzusetzen. Der Text steht Journalisten entweder als traditionelle Medienmitteilung oder eben als SMR zur Verfügung.
Der europäische Teil des Automobilkonzern GM stellt in einem Social Media Newsroom seit Ende August Texte in einer Form einer SMR bereit. Bezeichnenderweise läuft der gesamte Newsroom auf der Software Serendipity, einer PHP-basierten Blog-Applikation. Gleichzeitig pflegt das Unternehmen eine traditionelle Medienseite, welche zum Teil andere Meldungen enthält. Julie Hamp, Vice President Communications bei GM Europe sagt dazu:
“We will be making major environmental announcements and introducing concept cars, small cars and exciting premium entries for Opel, Chevrolet and Saab at the upcoming IAA Frankfurt Motorshow September 10 and 11… this news will be republished, commented on, shared and tagged by a large community where the boundaries between news provider and news consumer continue to blur. The social media newsroom will help to make this easier to do.”
Eine ähnliche Doppelspurigkeit wie Cisco, nur in Bezug auf die Verbreitung der Medienmitteilung, hat Ende Juli auch Sun Microsystems geboten: Die Meldung zu den Quartalszahlen wurde zuerst via RSS-Feeds verbreitet und erst 10 Minuten später über einen grossen Verteilerdienst.
Ich vermute, dass die meisten Journalisten in einer Redaktion auf für sie ungewohnt formatierte Meldungen sehr zurückhaltend reagieren würden. Wer aber mit seinen Newsmeldungen Online-Medien, Konsumenten, Blogger und andere „2.0er“ erreichen will, sollte sich einen Feldversuch mit SMP gut überlegen.
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Presse- oder Medienmitteilungen bestehen in der Regel aus einem Titel und einem ersten Abschnitt mit den wichtigsten Fakten. Mit der so genannte „Social Media Release“ soll das alles anders werden….
Ich hab zum Thema Social Media Release auf del.ico.us eine Linksammlung begonnen:
http://del.icio.us/fuellhaas_pr_marketing/social-media-release
Wird laufend ausgebaut.