Rückzug aus dem Internet

Wer sich heute um eine Stelle bewirbt, muss damit rechnen, dass sein Name „gegoogelt“ wird und dass der Personalchef die gefundenen Informationen in seine Entscheidung mit einbezieht – Rechtsgrundlagen hin oder her.

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Gängiges Rezept gegen die Angst, dass unwahre Informationen im Netz über einen selbst gefunden werden: aktives Arbeiten an der eigenen digitalen Reputation. Dienste wie myON-ID bieten das Erstellen von eigenen Profilen an.

Doch was ist mit Personen, denen es nicht liegt, einen Blog zu führen oder Informationen im Internet preiszugeben? In der heutigen Ausgabe von CASHdaily heisst es dazu:

Ziel darf nicht sein, auf dem Internet überhaupt nicht auffindbar zu sein. Solche Leute wirken im digitalen Zeitalter sogar suspekt.

Wer also nicht bloggt, oder als Arbeitnehmer wenigstens ein XING-Profil hat, macht sich auch verdächtigt. Zu viele oder zu viele falsche Informationen über eine Person sind nicht gut, und gar keine Informationen sind verdächtigt. Privatsphäre ist in unserer Gesellschaft (noch) ein hochgehaltenes Gut, wer aber nicht im Web 2.0-Stil persönliches im Internet veröffentlichen will, sollte deswegen nicht gleich ausgegrenzt werden. Ich habe kein Problem mit Blogs und diversen Profilen, aber kenne genug Leute in meinem Umfeld, die sich nicht als „gläserne Person“ im Internet präsentieren wollen.

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