„In zahlreichen Unternehmen vollzieht sich derzeit ein Wandel, der eine Abwendung von der Überwachung, Kontrolle und Einschränkung von Inhalten und Kommunikationsstrukturen bedeutet und eine Hinwendung zu offenen, leistungsstarken und kollaborativen Ansätzen auf der Basis des von Web 2.0 inspirierten Social-Computing nach sich zieht.“
Diese Sätze konnte man gestern auf ecin.de lesen. Im Beitrag wurde eine neue Open Source Social Computing Platform vom Hersteller Alfresco vorgestellt.
„Social-Computing bewirke eine radikale Veränderung dessen, was heute als Collaboration und Enterprise-Content-Managment (ECM) definiert werde. So seien die IT-Verantwortlichen veranlasst, über neue Wege nachzudenken, wie sie die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verbessern und ein sicheres Management von Inhalten innerhalb und außerhalb der Organisation sicherstellen könnten…“
… wird John Newton, CTO und Mitbegründer von Alfresco Software, weiter zitiert. Klar muss Newton ein positives Bild der Situation in Unternehmen zeichnen, doch wie sieht die Alltagsrealität aus, bzw. wie wird in Medien darüber berichtet?
Der Begriff von Web 2.0 geht häufig einher mit Sicherheitsbedenken, IT-spezifischen und anderen, wie beispielsweise Social Engineering. Und die anfangs November publizierte Umfrage von Bernet PR und der Schweizer Journalistenschule MAZ förderte zwar ein zunehmendes Interesse von Unternehmen an Web 2.0 in der Schweiz zu Tage, zeigte aber eine Zurückhaltung in der Praxis. Marc von Ah, Chefredaktor von Infoweek.ch, kommentierte dies wie folgt (20/2007):
„Eigentlich ist dieses Resultat wenig erstaunlich. Denn es ist so lange noch nicht her, dass viele Unternehmen alles Menschenmögliche taten, um die Nutzung des Internets am Arbeitsplatz auf das Nötigste zu beschränken… Es war die hohe Zeit der Policies, der Richtlinien, in denen die Nutzung des World Wide Webs reglementiert, vor allem aber eingeschränkt wurde…Seiher hat sich daran wenig geändert.“
Wie er im Weiteren festhält, lebt das Web 2.0 nicht von passiven Konsumenten, sondern von aktiven „Mitmachern“, die Inhalte publizieren oder zumindest Kommentare in Blogs schreiben.
„Genaue diese finden sich in Schweizer Unternehmen offenbar nur höchst selten. Woher sollen sie auch kommen, die Mitmacher, wenn durch Richtlinien das Mitmachen verboten ist?“
Gute Frage. Erfolgreicher Einsatz von Web 2.0 Anwendungen ist auch mit einem Wandel der Unternehmenskultur verbunden, und da sind viele Firmen eben sehr konservativ eingestellt.










Social Software in Unternehmen: Wohin geht die Reise? – Crossmediale Kommunikation…
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