Grippe und Migräne sind gefragt im Web 2.0

Via den ethority-Blog bin ich auf das Thema Gesundheit und Web 2.0 gestossen. Informationen zu Krankheiten und Symptomen gehören schon seit Jahren zu den Top-Themen, nach denen im Internet gesucht wird. Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens iCrossing finden die Web 2.0-Angebote immer mehr Zuspruch bei den Usern, die sich rund um Gesundheit informieren wollen.

Etwas über ein Drittel aller User, die nach Infos zu Gesundheitsthemen suchen, nutzen Social Media-Angebote wie Wikipedia und Online-Foren, um sich zu informieren. Social Media-Angebote sind besonders bei Personen gefragt, die vor einer wichtigen Entscheidung stehen: beispielsweise die Suche nach einem Pflegedienst, Kosten einer Behandlung oder der Reputation eines Arztes oder einer Institution. Wie in anderen Branchen auch, spielen auch hier Empfehlungen und Erfahrungen von anderen Usern für immer mehr Menschen eine wichtige Rolle bei ihrer Entscheidungsfindung. Da das Gesundheitswesen in der Schweiz doch sehr anders organisiert ist als in den USA, dürften die Details der Studie wohl nicht direkt auf die Schweiz übertragbar sein, aber der generelle Trend schon.

Dass das Thema Gesundheit auch businessmässig zu den grossen Themen im Internet gehört, zeigen auch die Projekte von Google und Microsoft in diesem Bereich. Schon während des ersten Internet-Hypes war Gesundheit eines der zugkräftigen Themen im Web. Verschiedene Unternehmen starteten damals Projekte mit Gesundheitsportalen und webbasierten Dienstleistungen. Die GetWellness AG mit Sitz Basel betrieb ein konsumenten-orientiertes Gesundheitsportal (www.getwellness.ch, nicht mehr online!) mit Telefonberatung. Vielreisende Manager hatten die Möglichkeit, ihre persönliche Krankenakte bei GetWellness führen zu lassen, so dass jedem Arzt auf der Welt bei Bedarf darauf hätte Zugriff gewährt werden können. Eine Idee, die Google mit „Google Health“ aufgegriffen hat. Rückblickend scheint mir, dass GetWellness mit dieser und anderen Gesundheits-Dienstleistungen der Zeit etwas voraus war.

Das mit Venture Capital finanzierte Unternehmen musste im 2001 den Geschäftsbetrieb einstellen. Ich selber habe dort von 1999-2001 als Online-Redaktor gearbeitet. Konkurrenten und Vorbilder wie das amerikanische WebMD oder der europäische NetDoctor sind immer noch online.

Das Thema Datenschutz ist bei persönlichen Gesundheitsinformationen extrem wichtig. Gerade im Zusammenhang mit Web 2.0-Diensten und Social Networks ist hier allergrösste Vorsicht und Zurückhaltung geboten. Das Thema scheint mir sehr spannend und würde den Rahmen dieses Postings sprengen, ich werde mich jedoch in den nächsten Tagen gesondert mit dem Thema beschäftigen.








1 Kommentar

  1. Pligg sagt:

    Grippe und Migräne sind gefragt im Web 2.0 – Crossmediale Kommunikation

    Auch für die Suche nach Gesundheits-Informationen greifen immer mehr User auf Web 2.0-Dienste zurück.