Web 2.0-Features bei Tageszeitungen

Eine im letzen Monat vom Medienspiegel veröffentlichte Umfrage bei deutschen Tageszeitungen hat aufgezeigt, welche Web 2.0-Anwendungen auf den Online-Angeboten zum Standard gehören. Interessantes Detail am Rande: Zwei Drittel der befragten Verlage würden für Videobeiträge gerne auf das Material der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF zurückgreifen. Ob das in der Schweiz denkbar auch wäre?

Die Grafik gibt eine gute Übersicht:

medienspiegel.gif
Quelle: Medienspiegel, www.iwkoeln.de

Und wie sieht es in der Schweiz aus? Den Umgang mit Kommentaren und Bewertungen hat die ICT-Zeitschrift Netzwoche im Oktober 2007 untersucht. Dazu mein Blog-Posting: „Schweizer Newsseiten mangelt es an Usability“. Der Umgang mit Kommentaren bei der NZZ ist im bernetblog „NZZ Online: Leser droht mit Kommentar?“näher beschrieben. Bei der NZZ werden rund ein Drittel der eingehenden Kommentare redaktionell gelöscht.

Ein kurzer, nicht repräsentativer Augenschein auf ein paar grossen Schweizer Medienseiten ergibt folgendes:

baz.ch Newsticker, Voting, RSS. Neu sind Videobeiträge, aktuell zur Basler Fachnacht. Ob das ausgebaut werden soll? Altbackendes Layout, die meisten Artikel sind zahlenden Lesern vorbehalten.

tageanzeiger.ch Kein Voting oder Kommentare, dafür RSS. Videobeiträge von Reuters. Blogs zu verschiedenen Themen. Fast zum Übersehen: Social Bookmarking

nzz.ch Kommentare, RSS, Anzeige der meistgelesenen Artikel.

20min.ch (Gratiszeitung) Keine Kommentare oder Votings, dafür Aufforderung zu Feedback via Mai. RSS, umfangreiche Community

blick.ch Bewertung, RSS, Mulimedia-Center mit BlickTV, Radio und Slideshows

cash.ch/daily (Gratiszeitung, auf Wirtschaftsthemen spezialisiert) Erscheint als Print und als E-Paper mit eingebundenen Zusatzinhalten wie Videos. Tägliche News-Podcasts auf der Webseite. RSS, Forum und Blogs, Organisation von „offline- Stammtischen“

Bilanz: RSS-Feeds sind bei den grossen Tageszeitungen überall angekommen. Boulevardzeitungen und Gratisblätter haben was Web 2.0 angeht, in der Schweiz die Nase vorn.








3 Kommentare

  1. Pligg sagt:

    Web 2.0-Features bei Tageszeitungen – Crossmediale Kommunikation

    RSS-Feeds sind bei den grossen Tageszeitungen überall angekommen. Boulevardzeitungen und Gratisblätter haben was Web 2.0 angeht, in der Schweiz die Nase vorn.

  2. [...] Mobile Web x.0-Anwendungen Mobile vsv. Mobile? Via Füllhaas bin ich auf eine Medienumfrage vom Institut der deutschen Wirtschaft aus Köln zum Thema Web [...]

  3. Claudio sagt:

    Twitter wird auch von einigen Zeitungen genutzt. Z.B. NZZ (http://twitter.com/nzz) oder Tagi (http://twitter.com/tagesanzeiger) haben Twitter-Accounts.