Zweifellos ist die Wikipedia eine der erfolgreichsten und populärsten Web 2.0-Seiten. Das Online-Lexikon gibt es unterdessen in über einem Dutzend Sprachen und dürfte auch vielen Webusern ein Begriff sein, die sonst nicht viel für Blogs oder Social Networks übrig haben. Der Begriff „Wiki“ wird allerdings nicht exklusiv für das Online-Lexikon verwendet. Ein Wiki bezeichnet eine Sammlung von Webseiten, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch direkt online geändert werden können. Wikis ermöglichen es verschiedenen Autoren, gemeinschaftlich an Texten zu arbeiten (siehe „Wiki“ in der Wikipedia).
Und was erfolgreich ist, wird auch kopiert: Im Dezember 2007 kündigte Google ein Projekt namens „Knol“ an. Im Gegensatz zur Wikipedia-Idee werden hier die Beiträge immer nur einer namentlich genannten Person geschrieben. In Blogs wurde Knol schnell als Konkurrenz zu Wikipedia oder sogar Wiki-Killer beschrieben.
Nun hat auch der zweite Grosskonzern ein Wiki-ähnliches Projekt angekündigt. Bei Microsoft arbeitet man gemäss einem Bereicht auf cnet.com daran, dem hauseigenen SharePoint-Server mehr Wiki-Features beizubringen. “Micropedia” heisst die neuste Schöpfung aus Redmond. Eine wichtige Rolle sollen dabei Archivierungsfunktionen spielen. Im Moment wird Micropedia nur von einer kleinen Gruppe Entwickler eingesetzt, soll aber bald für alle Mitarbeiter des Konzerns zur Verfügung stehen.
Neben den hier angesprochenen Projekten von Grosskonzernen gibt es natürlich unzählige Wiki-Projekte welche beispielsweise mit der Software MediaWiki betrieben werden.
Beispiele:
Lostpedia
PflegeWiki
Leipzig-Wiki
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Wenn ich das richtig gelesen habe ist “Micromedia” doch nur gar kein Wikipedia Konkurrent, sondern einfach nur eine eigene Wiki-Software und somit ein Wiki-Media Konkurrent.