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Web 2.0 geschickt für Kommunikation nutzen
Veröffentlicht am: 1. April 2008 von K. Füllhaas
Letzte Woche hat Greenpeace die Kamine des Chemieunternehmens Ciba in Basel besetzt, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, sich an der fälligen Sanierung von alten Deponien im Raum Basel zu beteiligen. Novartis hat bereits in eine unabhängige Sanierungs-Stiftung einbezahlt, Ciba und auch Syngenta tuen sich bis jetzt schwer damit.
Um schnell, unkompliziert und auch kostengünstig eine breite Menge Leute zu erreichen und an der Aktion teilhaben zu lassen, haben die Aktivisten von Greenpeace sich clever den Web 2.0-Medien bedient:
Live-Blogging vom Kamin auf www.totalsanieren.ch/blog
Berichte auf weblogs.greenpeace.ch
Bilder auf flickr.com

Bild: Live-Blogging à la Greenpeace. Quelle: flickr.com
Keiner der Konzerne sah sich in der Lage, dieser „Attacke 2.0“ etwas entgegenzusetzen, obwohl mit einem Vielfachen an Kommunikations-Budget ausgestattet. Auf der Webseite von Ciba ist eine Medienmitteilung zu finden, in der es unter anderem heisst:
Die aktuelle Aktion von Greenpeace nehmen wir mit Befremden zur Kenntnis… Dieser Weg ist sicherlich der falsche, um in einen konstruktiven Dialog zu treten, den wir weiterhin suchen. Abgesehen davon ist dies nicht die Art und Weise, wie wir Treffen untereinander sowie einen Dialog zu führen pflegen.
Immerhin hat Ciba später den Leuten von Greenpeace Gespräche mit dem CEO zugesagt, wie man im Schlussbericht auf totalsanieren.ch lesen kann.
Unternehmen sollten Kommunikation via Social Media jedoch nicht als Bedrohung sehen, sondern als Chance mit einer steigenden Zahl von Menschen in Kontakt zu treten, die sich online informieren und darauf basierend auch (Kauf-)Entscheidungen treffen.
Die Aktion von Greenpeace ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie man heute Öffentlichkeit schaffen kann, ohne auf die etablierten Medien angewiesen zu sein. Und diese Kommunikationsform ist schnell, verfügt über grosse Reichweite und verlangt eine unmittelbare Reaktion, nicht erst ein Statement nach der nächsten VR-Sitzung.
Kategorien: Crossmediale Kommunikation, Internet, Medien, PR, Social Media, Web 2.0 |

























1. April 2008 um 15:46
Web 2.0 geschickt für Kommunikation nutzen…
Geschickt Web 2.0 nutzen, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Grosse Konzerne haben Mühe damit….
3. April 2008 um 07:53
Social Media Kommunikation ist ein Segen für den Umweltschutz und andere Basisdemokratischen Bewegungen.
Vor einigen Jahren, musste man noch mit den Zürcher Polizeigrenadiere um sein Leben rennen und heute lässte sich bequem aus der guten Stube Politik betreiben.