Keine Chance für Corporate Blogs…

…sieht Thomas Rommerskirchen, Chefredakteur vom prmagazin in seinem Kommentar in der aktuellen Ausgabe (04/2008):

Dem Firmenblog wird die gleiche Zukunft beschieden sein wie dem im vergangenen Jahr hochgepuschten Second Life. Ein Blog ist ein Blog. Und wird ein Blog bleiben. Es kann, wie die freie Presse, nur unabhängig existieren. Die Kommunikation muss sich auf vorhandene und kommende Blogs im Unternehmens- und Produktumfeld einlassen – und zwar medienadäquat.

Ich kann Thomas Rommerskirchen nicht zustimmen. Blogs haben ihren Platz in der Unternehmenskommunikation und werden ihn auch behalten. Ich weiss ja nicht, welche Blogs Herr Rommerskirchen sich anschauen. Klar ist, dass Blogs, in denen nur phantasielos Pressemitteilungen und andere Texte von PR-Abteilungen kopiert werden, keinen Bestand haben. Erfolgreiche Corporate Blogs gibt es genug. Rommerskirchen stellt weiter fest:

Dann machten diese „PR-Spezialisten“ aber die schmerzhafte Erfahrung, dass digital nichts verborgen bleibt, und wurden genauso enttarnt wie bezahlte Leserbriefschreiber. Peinlich.

Wie bereits gesagt, Blogs haben nur eine Chance, wenn ehrlich und authentisch kommuniziert wird. Wer sich als Unternehmen nicht darauf einstellen will, sollte besser die Finger vom Bloggen lassen und seine eigene Reputation nicht beschädigen.

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5 Kommentare

  1. Pligg sagt:

    Keine Chance für Corporate Blogs… – Crossmediale Kommunikation…

    Chefredakteur vom prmagazin sieht für Corporate Blogs eine ähnliche Zukunft wie für Second Life……

  2. Da hat Herr Rommerskirchen sicher recht, auch wenn diese Erkenntnis nun nicht wirklich neu ist.

    Firmen-Websites, die einfach nur Broschüren und PR-Texte beinhalten funktionieren schließlich auch nicht.

    Aber, da stimme ich dem Post-Autor zu gibt, es gibt auch genug Beispiele für gut gemachte Corporate Blogs.

    Hier zeigt sich sehr gut, ob ein Unternehmer wirklich selber von seinen Produkten und der Branche begeistert ist oder ob er es nur nüchtern und emotionslos als weiteren Marketingkanal sieht.

    Blogger mit Herz und seien es auch Unternehmer, haben sicher gute Chancen mit ihrem Blog erfolgreich zu sein.

  3. Es gibt zwei Gruppen von PR-Fachleuten: Die einen, die verstanden haben, dass Corporate Blogs besser qualifizierte Leads auf die Corporate Website ziehen als jede andere Form von Online-Unternehmenskommunikation es derzeit kann. Und die anderen, die sich noch nicht ernsthaft mit Businessblogs beschäftigt haben oder in Ermangelung eigener Erfahrungen gar wirr reden. Wer Corporate Blogs heute noch negiert, ist deutlich in Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

    Schauen wir uns einmal die Website des zitierten Magazins genauer kann: PageRank 4, 31 Google-Backlinks, 657 Yahoo-Backlinks, 11 Technorati Links, kein RSS-Feed. Die Site ist praktisch unauffindbar im Web. Die IVW- und AGOF-Werte sind vermutlich ähnlich schlecht. Und dessen Chefredakteur will uns über Corporate Blogs belehren? *LOL* Da fehlt aus meiner Sicht ein Grundverständnis von der Funktionsweise des World Wide Webs.

  4. Corporate Blogs – Leben oder Tod…

    Heute beschäftige ich mich noch einmal mit dem Thema Corporate Blogs. Nachdem ich in den vergangenen Wochen wieder einiges lesen konnte, ob diese Unternehmens-Tagebücher nun wirklich den Durchbruch schaffen oder nicht, will ich dieses Thema noch mal …

  5. Corporate Blogs haben sehr wohl einen Sinn in der heutigen Unternehmenskommunikation. Sie fördern die Interaktion mit der Zielkundengruppe und steigern die Bekanntheit des Unternehmens. Allerdings geben wir in dem Punkt recht, dass Corporate Blogs nicht nur einfach Kopien anderer Inhalte sein sollten, sondern durch eigenständige Berichte das Internet bereichern sollten.