Warum wir Bloggen

Gleich zwei renommierte Unternehmen geben heute in Interviews Auskunft über ihre Blog-Aktivitäten. Uwe Knaus von der Daimler AG spricht im interview-blog über den vor ein paar Monaten lancierten Daimler-Blog. Im bernetblog wird der Anfang März gestartete Jubiläums-Blog der Uni Zürich vorgestellt.

Das Motto der 175-Jahr Feier der Universität Zürich lautet „Wissen teilen“. Roger Stupf, Leiter der Abteilung Online der Uni, beantwortet die Frage nach dem „warum“ wie folgt:

Als wir den Webauftritt konzipierten, war uns klar, dass ein Blog sich hervorragend eignet, dieses Motto zeitgemäss im Web umzusetzen… Wir haben deshalb zwölf Professorinnen und Professoren der UZH angefragt, ob sie über ihr Fachgebiet und ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit bloggen. Die Idee war, auf eine persönliche Art die Diversität der UZH zu zeigen und die verschiedenen Wissensgebiete der Öffentlichkeit näher zu bringen, eben das Wissen der UZH zu teilen.

Im Vergleich dazu kommen die Antworten vom Daimler-Blog als geschliffene Corporate Communications-Statements daher:

Mit dem Daimler-Blog wollen wir die Attraktivität und die Reputation unseres Unternehmens verbessern, indem Daimler durch die bloggenden Mitarbeiter “ein Gesicht“ bekommt… Zudem sind wachsende Anspruchsgruppen über klassische Medienformen immer weniger erreichbar. Nun haben diese wissensdurstigen und oft gut vernetzten Blogleser die Möglichkeit, für sie relevante Informationen aus unserem breiten Angebot herauszupicken und mit uns in einen offenen Dialog zu treten.

Beide Blogs wollen ihren jeweiligen Unternehmen ein „persönliches Gesicht“ geben. Egal, ob von einem oder mehreren Autoren betreut, Blogs eignen sich hervorragend, der manchmal unpersönlich daherkommenden Unternehmens-PR ein ansprechendes Gesicht und eine echte Stimme zu geben. Bei beiden findet man zudem den Wunsch, „Wissen zu teilen“ und „ in einen offenen Dialog zu treten“. Ebenfalls klassische Elemente einer Kommunikationskultur, die auf 2.0-Elemente setzt.

Zudem sind Blogs – wie Uwe Knaus von Daimler richtig festhält – ein gutes Medium, die Online-Reputation eines Unternehmens positiv zu beeinflussen. Dabei kommt es natürlich auch noch auf eine gezielte Themenauswahl an.

Mehr zum Thema Corporate Blogs auf Crossmediale Kommunikation
Schweizer Corporate Blogs: Interview-Serie mit fünf Schweizer Unternehmen








4 Kommentare

  1. Pligg sagt:

    Warum wir Bloggen – Crossmediale Kommunikation…

    Dialog, Wissen teilen, Reputation verbessern… zwei renommierte Unternehmen geben über die Blogging-Motivationen Auskunft….

  2. uknaus sagt:

    An der Themenauswahl arbeiten wir noch. Da wir jedoch so authentisch wie möglich sein wollen, besetzen wir Themen nicht aktiv. Angewendet auf unsere Mitarbeiter bedeutet Authentizität, dass deren Handeln nicht durch externe Einflüsse bestimmt wird, sondern aus der Person selbst stammt.
    Würden wir Kollegen zwingen, zu bestimmten Themen zu bloggen, wozu sie keine Lust oder Zeit hätten, käme unter dem Strich kein ehrlicher Beitrag heraus!
    Wenn ich eine lernende Organisation voraussetzte, werden die Themen in naher Zukunft sicherlich noch “gezielter”.

  3. K. Füllhaas sagt:

    Wenn man als Unternehmen gewisse Themen blogmässig besetzen möchte, ist eine gezielte Themenplanung sicher sinnvoll. Darunter leidet allerdings die von uknaus angesprochene Authenzität. Und die trägt schliesslich auch zur positiven Gesamt-Reputation bei.

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