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Twitter – ein Feed mit grossem Potential
Veröffentlicht am: 18. April 2008 von K. Füllhaas
Als der Mikroblogging-Dienst Twitter letztes Jahr in der Social Media Welt anfing Fuss zu fassen, wurde er von vielen Seiten belächelt. Im August 2007 schrieb die Neue Zürcher Zeitung:
Welchen Nutzen der Plapper-Dienst auch immer bringen mag, evident ist immerhin, dass Twitter hilft, die Zeit effizient totzuschlagen.
Unterdessen gehört die NZZ selber zu den Medien, die ihren News-Feed auch via Twitter anbieten. Sie erreicht damit aktuell zwar nur 37 Personen (so genannte Followers), aber jeder fängt mal klein an. Gerade bei Social Media kommt es nicht immer auf eine möglichst grosse Masse an, wenn man dafür relevante und interessierte Personen erreicht. Der Long Tail lässt grüssen. Der Tagesanzeiger zählt 45 Twitter-User zu seinen Followers.
ibusiness.de hat die deutschsprachigen Medien unter die Lupe genommen, welche Twitter-Feeds anbieten und dabei insgesamt sechszehn Titel ausfindig gemacht. Am meisten Followers hat der IT-Newsdienst Heise (222), gefolgt vom Satire-Magazin Titanic (139). Aber auch regionale Tageszeitungen wie die Badische Zeitung entdecken den Service für sich. Zum Vergleich: BBC Technology News hat über 2400 Followers, CNN Breaking News über 14’000.
ibusiness.de zieht Bilanz:
Deutlich wird allerdings, dass gemessen an dem geringen Aufwand, den die Einrichtung eines Twitter-Feeds bereitet, die Verlagshäuser und Medien diesen Kanal sträflich vernachlässigen. Von einem Marketing für den Kanal einmal ganz zu schweigen.
Wie geht es weiter mit Twitter? RSS-Feeds gehören unterdessen schon fast zum Standard für Unternehmen, ihre Medienmitteilungen zu verbreiten. Warum nicht mal mit Twitter experimentieren? Ein Unternehmen aus der IT- und Telekom-Branche dürfte es nicht schwer haben, einige interessierte Followers anzuziehen. Ein Twitter-Feed eignet sich auch, den Grundstein für eine kleine Community zu legen. Aber auch für Medien sind weitere Einsatzmöglichkeiten denkbar: Zum Beispiel als News-Ticker bei Live-Events, wie einem Fussballspiel.
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Kategorien: Medien, Twitter, Web 2.0 |

























18. April 2008 um 22:29
Twitter – ein Feed mit grossem Potential - Crossmediale Kommunikation…
Twitter ist ein Dienst, für den noch viele Anwendungsmöglichkeiten denkbar sind….
19. April 2008 um 14:37
Nun gut, einige, wie etwa die Hamburger Morgenpost (@mopo) haben sich ja unterdessen als Fake herausgestellt, beziehungsweise als Guerilla-Aktion von frustrierten Mitarbeitern. Auch die NZZ und der Tagi twittern übrigens (noch) nichts selbst.
19. April 2008 um 21:24
Wenn Twitter von Firmen als reiner RSS-Newsfeed Parser genutzt wird ist das langweilig. Wenn, dann sollen sie auch richtig Twittern und von kleine Ärgernissen oder Freuden aus ihrem Arbeitsalltag berichten. Denn erst das macht einen Tweet interessant.
21. April 2008 um 17:39
Ich schliesse mich der Meinung von Malte an. Twitter ist ein Tool für Echtzeitkommunikation und kein Promotionskanal.
Warum sollte ich mir einen Twitter-Feed einer Tageszeitung abonnieren, in dem bloss Headlines auf Artikel drinstehen? Da reicht ein RSS-Abo.
21. April 2008 um 17:43
Ich hab seit einiger Zeit Tagi und NZZ via Twitter abonniert und finde es noch praktisch, weil ich so schneller auf Artikel aufmerksam werden, als via den RSS-Feed der jeweiligen Seiten. Kommt wohl auch drauf an, wie man sich persönlich organisiert, manche bevorzugen RSS, andere Twitter.
28. April 2008 um 18:38
[…] Im Fokus Web 2.0 geschickt für Kommunikation nutzen Twitter - ein Feed mit grossem Potential […]