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Teil 2: FriendFeed und Tools der 2.0-Szene
Veröffentlicht am: 2. Mai 2008 von K. Füllhaas
RSS-Feeds, Twitter & FriendFeed in der Praxis
Teil 1: Twitter: 140 Zeichen für die Welt
Teil 3: RSS in der Unternehmenskommunikation
FriendFeed ist ein Dienst, der die Aktivitäten einer Personen auf verschiedenen Web 2.0-Seiten zusammenfasst, sozusagen ein persönlicher Newsticker: Aktuell erlaubt FriendFeed beispielsweise das Einbinden von RSS-Feeds aus Blogs, Twitter, verschiedenen Social Bookmarking-Diensten, Flickr, YouTube und LinkedIn. 35 Web 2.0-Dienste sind es total. FriendFeed ist aber mehr als ein reiner Newsticker. Jeder Eintrag auf FriendFeed kann wiederum kommentiert werden. Damit bedroht FriendFeed aber auch diejenigen Seiten, die als Quelle dienen: Anstatt Kommentare auf den Ursprungseiten zu schreiben, werden immer mehr Reaktionen nur noch bei FriendFeed hinterlassen. Oder um es mit Sarah Perez zu sagen „The Conversation Has Left the Blogosphere“. Nicht nur FriendFeed, auch andere Angebote wie pligg.ch bieten die Möglichkeit für Kommentare und Diskussionen. Wenn es also „0 Kommentare“ bei einem Blogposting heisst, kann es sein, dass die Diskussion einfach an einem anderen Ort stattgefunden hat.
Wer jedoch auf vielen Web 2.0- und Social Media-Seiten aktiv ist, kann mit FriendFeed seinen Netzwerkkontakten oder interessierten Journalisten einen zentralen Feed anbieten. Übersicht schaffen ist sicher ein grosser Verdienst von FriendFeed.
Tools der 2.0-Szene?
Für Aussenstehende, welche Internet und Blogs hauptsächlich als Informationsquelle nutzen und weniger, um sich selbst darzustellen und online Dialoge zu führen, sind Twitter und FriendFeed häufig schwer zu begreifen. Martin Weigert von zweinull.cc bringt es auf den Punkt:
Ihr Reiz und Nutzen ist für Außenstehende, die nicht innerhalb der Blog-, Web- und Startup-Szene vernetzt sind, schwer bis gar nicht zu begreifen… Klar ist, dass sowohl Twitter als auch FriendFeed mit tatkräftiger Hilfe der mächtigen US-Tech-Blogs (bzw. ihrer Star-Blogger) ins Rampenlicht gehievt wurden und von dort ihren Siegeszug innerhalb der Szene antraten.
Steve Rubel, einer der bekanntesten amerikanischen Blogger, liefert in seinem Posting „Even if Twitter is Just a Geek Haven, It’s Still Very Influential“ Zahlenmaterial und Kontext. Gemäss aktuellen Statistiken des Online-Marktforschers Hitwise plaziert sich Twitter gemessen nach Grösse von Social Networks auf Rang 439. Auch wenn Twitter momentan einen regelrechten Boom erlebt, sei es immer noch ein Network für eine kleine Nische. Rubel räumt ein, dass abgesehen der drei grossen Mainstream-Networks (MySpace, Facebook und YouTube), die meisten anderen Networks so genannte „geek havens“ seien – also nur für Technologie- und Internetfreaks (mehr zum Wort „geek“ hier in der Wikipedia).
Trotzdem solle man den Einfluss von Twitter nicht unterschätzen, meint Rubel. Die Geeks seien sehr einflussreiche Menschen, ihre Meinung wird von Blogs und grossen Medien beachtet und aufgegriffen:
Geeks are by far more influential than any other online contingency, except the big media. Geeks pass the puck from Twitter to blogs back to Twitter. Eventually it hits Techmeme, Saul Hansell at the Times takes notice and then the whole world knows.
Als Minimum sollte deshalb jedes Unternehmen wenigstens verfolgen, was auf Twitter geschrieben wird.
Im nächsten Teil beschäftige ich mich mit einer Feed-Technologie, die den Sprung aus der Insider-Szene heraus schon lange geschafft hat und für Online-Medien und Medienbereiche von Unternehmenswebseiten schon längst zum Standard geworden ist: RSS - Real Simple Syndication.
Kategorien: Community, Internet, PR, Social Media, Social Networking, Twitter, Web 2.0 |



























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