Teil 3: RSS in der Unternehmenskommunikation

RSS-Feeds, Twitter & FriendFeed in der Praxis
Teil 1: Twitter: 140 Zeichen für die Welt
Teil 2: FriendFeed und Tools der 2.0-Szene

rss2.jpgRSS ist eine Technologie zum Abonnieren von Webseiteninhalten. Zum Lesen von RSS-Feeds eignen sich handelsübliche Mail-Programme, kostenlose Reader oder webbasierende Lösungen. Die RSS-Technologie kommt auch zum Einsatz, um Inhalte einer Webseite in eine andere zu integrieren.

RSS hat sich vor allem dank der Blogs durchgesetzt, da die meisten Autoren sehr früh RSS-Feeds für ihre Artikel anboten bzw. Weblog-Systeme wie Wordpress oder Movable Type diese automatisch generieren und in die Webseite einbinden. Ursprünglich ging es dabei vor allem um Text. Dies hat sich inzwischen geändert: Podcasts etwa zeigen, dass man auch Audio- oder Video-Inhalte gut via RSS verbreiten kann, die dann auf tragbare Abspielgeräte wie den iPod überspielt werden können.

RSS kurz erklärt
Die Swisscom hat eine gute Slideshow produziert, welche RSS sehr gut erklärt (via: www.styropor.ch).

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RSS – Trotz allem geringe Bekanntheit
Auch wenn RSS auf Online-Medien, Medienbereichen von Unternehmenswebseiten und Blogs eine hohe Verbreitung hat, wie sieht es mit dem durchschnittlichen Websurfer aus? Am 1. Mai war RSS Awareness Day. Gemäss den Organisatoren nutzen nämlich nur 5,4 Prozent aller weltweiten Internetuser diese einfache Möglichkeit, sich Informationen zu abonnieren. Martin Weigert von zweinull.cc liefert eine mögliche Erklärung:

RSS umgibt nach wie vor eine sehr technische Aura. Es wird, wenn überhaupt bekannt, als etwas angesehen, das “Computerexperten” nutzen. RSS wurde niemals vom Marketing emotional aufgeladen, um weniger experimentierfreudige User zu einer Verwendung zu animieren.

RSS in der Medienarbeit
Ein zeitgemässer Medienbereich einer Unternehmenswebseite kann auf RSS nicht mehr verzichten. Medienmitteilungen lassen sich hervorragend als RSS-Feed anbieten. Die Vorteile für den Journalisten liegen auf der Hand: Er kann sich alle seine Newsquellen selber abonnieren und wird nicht mehr E-Mail-Newslettern überschwemmt. Er kann alle seine News zentral abrufen, sortieren, archivieren und verarbeiten, wenn er sich aktiv dazu entscheidet. Ein E-Mail unterbricht meist eine andere Arbeit. Zudem bleibt man RSS-Abonnent anonym, weil man keine persönlichen Daten angeben muss, um einen Feed zu abonnieren.

Natürlich stellt sich auch hier die Frage, wie sehr den RSS von Journalisten genutzt wird. Eine Umfrage der deutschen Agentur Flutlicht im März 2007 hat folgendes ergeben:

Auf die Frage, welche Angebote als sinnvoll erachtet werden, führen mehr als drei Viertel der Interviewten Wikis an. Für einen ähnlich hohen Anteil sind RSS Feeds von Bedeutung, gefolgt von Blogs und Live Web-Konferenzen…

Für das Unternehmen, welches den Feed anbietet, hat die Sache ebenfalls Vorteile: Wer sich einen RSS-Feed abonniert tut dies aktiv und weil sich für die Branche oder die Firma interessiert. Die Meldungen gehen nicht einfach an eine Sammeladresse wie medienmitteilungen@…. . Gerade grössere Unternehmen können mit RSS sehr zielgruppenspezifische Feeds anbieten. RSS-Feeds können nicht in einem Spam-Filter untergehen. Will man mehr über seine Abonnenten wissen, eignen sich Dienste wie FeedBurner.

Sinnvoll RSS abonnieren
RSS-Feeds kann aber nicht nur nutzen, um seine eigenen Informationen zu versenden. Da viele Webseiten heute Feeds anbieten, eignet sich die Technologie auch, um sich selbst als Unternehmen auf dem Laufenden zu halten. Newsportale und Online-Medien bieten Feeds an. Mit RSS-Feeds kann man sich auch ein einfaches, aber effektives Branchen- und Web 2.0-Monitoring einrichten.

Die Medienmitteilungen der wichtigsten Mitbewerber und die thematischen Feeds der gängigsten PR-Portale ergeben eine tägliche Übersicht über eine Branche. Kombinieren kann man das mit verschiedenen Stichwortsuchen bei Google News, welche man ebenfalls als RSS-Feed abonnieren kann. Wer wissen will, was in Blogs über ihn und seine Firma geschrieben wird, stellt sich auf Plattformen wie Technorati oder Google Blogsearch die entsprechenden Feeds zusammen. Auch Twitter lässt sich auf diese Weise überwachen: TweetScan durchsucht alle Twitterbeiträge nach Stichworten.

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1 Kommentar

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