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Blog-Autor Karsten Füllhaas ist Inhaber der Agentur
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    Nokia anerkennt Kommunikationspannen und Reputations-Schaden

    Veröffentlicht am: 14. Mai 2008 von K. Füllhaas

    In einem heute in der FTD veröffentlichten Artikel gibt der finnische Handy-Hersteller Nokia PR-Pannen rund um die im Januar diesen Jahres angekündigte Werksschliessung im deutschen Bochum zu. Die damit verbundene Verlegung des Standortes nach Rumänien wurde von Politik, Medien, Öffentlichkeit, Gewerkschaften und Bloggern heftig kritisiert. Hier ein paar bemerkenswerte Auszüge:

    Vor der Bekanntgabe der Werksschließung am 15. Januar hatte Nokia die relevanten politischen Parteien nicht informiert, eine Strategie, die von Politikern wie Analysten kritisiert wurde. Trotz der offensichtlichen Kommunikationsfehler, sei der Gesamtansatz aber richtig gewesen, so Äkräs. Die Kommunikationsfehler führt er darauf zurück, dass Nokia mit der deutschen Unternehmenskultur nicht ausreichend vertraut sei. (Juha Äkräs ist Personalvorstand bei Nokia.)

    Ich weiss ja nicht, wie lange Nokia schon in Deutschland produziert, aber die Entschuldigung mit der „deutschen Unternehmenskultur“ nicht vertraut zu sein, zeigt nur ein Versäumnis eines Weltkonzerns, sich mit den Ländern, in denen er präsent ist, auch auseinanderzusetzen.

    Trotz der Erfahrungen in Deutschland werde Nokia künftig an seiner “traditionell ehrlichen, sogar naiven” Unternehmenskultur festhalten und Arbeitnehmern und anderen schwierige Entscheidungen ohne Schönfärberei mitteilen. “Man kann sagen, dass es dumm ist, so ehrlich zu sein”, sagte Äkräs. Aber dieser Ansatz werde sich nicht ändern.

    Ohne Schönfärberei heisst im Falle von Nokia, dass es einzig und allein um Kostenoptimierung geht, wie Nokia selber im FTD-Artikel zugibt. Und für ein Unternehmen, dass sich selbst als „naiv“ bezeichnet, wird aber knallhart kalkuliert:

    Äkräs verteidigte die Entscheidung des Handykonzerns allerdings mit Kostengründen… Die Arbeitskosten in Rumänien, dem neuen Produktionsstandort des Konzerns, betragen nur ein Zehntel derer in Deutschland, so der Manager.

    Einen erlittenen Imageschaden sieht Nokia allerdings nur als vorübergehend an:

    Nokia-Konzernsprecherin Arja Suominen sagte, die Unzufriedenheit über die Schließung hätte “sicherlich Auswirkungen” auf das Markenimage des Handykonzerns. Mit der Zeit werde sich dies aber wieder geben…

    Aus den Köpfen der Leute mag die Werksschliessung in der Tat schon bald verschwunden sein. Was aber auf jeden Fall hängen bleibt, sind alle Berichte in Online-Medien, Blogs und Diskussionsforen. Dies gilt für Berichte zur Schliessung, aber auch für negative Produkt-Rezensionen, die während dieser Zeit geschrieben wurden. Bei einer vertieften Webrecherche werden diese auf jeden Fall wieder hervorkommen. Nicht ohne Grund sagt man im Zusammenhang mit Online-Reputation immer „Das Web vergisst nie“.


    Kategorien: Internet, PR, Reputation |

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    Ein Kommentar zu “Nokia anerkennt Kommunikationspannen und Reputations-Schaden”

    1. Pligg meint:
      14. Mai 2008 um 10:49

      Nokia anerkennt Kommunikationspannen und Reputations-Schaden - Crossmediale Kommunikation…

      Nokia spricht über PR-Pannen im Zusammenhang mit der Werksschliessung im deutschen Bochum….

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