Social Networks als Quelle für Sensationsmedien?

Wie die englische Tageszeitung The Guardian am Montag berichtete, entdecken die etablierten Medien Microblogging-Dienste wie Twitter und Social Networks als Quelle für ihre Nachrichtenberichterstattung. Es sicher nichts grundsätzlich neues, dass Stories zuerst im Web kursieren und dann von Nachrichtenmedien aufgegriffen werden. BBC und Reuters haben gemäss The Guardian eine Richtung eingeschlagen die mir weniger gefällt:

Developers… are working on applications to monitor Twitter, the Twitter search engine Summize, and other social-media services – Flickr, YouTube, Facebook – for news catchwords such as “earthquake” and “evacuation”.

Offenbar will man soziale Medien als Frühwarnsystem einsetzen, um im Falle eines Grossereignisses sofort Bescheid zu wissen und Zugriff auf Augenzeugen (Bilder, Videos) zu erlangen.

Dass etablierte Medien mehr Aufmerksamkeit auf Blogs und Social Media richten, ist ja grundsätzlich zu begrüssen. Sie aber nur als Hinweisgeber für Katastrophen zu verwenden, ist schade und schöpft das Potential überhaupt nicht aus. Mit dem von BBC und Reuters geplanten System liesse sich beispielsweise auch herausfinden, ob ein grösseres Unternehmen daran ist, in eine PR-Krise zu strudeln oder wie Leute auf aktuelle Ereignisse in Politik und Gesellschaft reagieren. Denn eins ist sicher richtig: Auch wenn Blogs und Social Media keinen repräsentativen Querschnitt durch die Meinungen der Gesamtbevölkerung bieten, sind sie ein wichtiger „Temperaturmesser“.

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1 Kommentar

  1. Pligg sagt:

    Social Networks als Quelle für Sensationsmedien? – Crossmediale Kommunikation…

    Dass etablierte Medien mehr Aufmerksamkeit auf Blogs und Social Media richten, ist ja grundsätzlich zu begrüssen. Sie aber nur als Hinweisgeber für Katastrophen zu verwenden, ist schade und schöpft das Potential überhaupt nicht aus….