Frisch aus dem RSS-Reader: Offen informieren in Blogs

Offene Kommunikation in Blogs kann auch mit Anerkennung und Respekt belohnt werden. So geschehen im Daimler-Blog von Mercedes-Benz. In einem Posting vom 31.07.2008 nimmt Daimler-Bloggerin Christina Freier Stellung zu den zahlreichen kritischen Diskussionen in der Blogosphäre rund das neue Audio-Logo der Marke Mercedes-Benz. Innerhalb von etwa sechs Stunden sind 26 Kommentare hinterlassen worden, viele zeigen sich positiv überrascht von der offenen Kommunikation des Konzerns. Zahlreiche Blogs haben in eigenen Post darüber berichtet. So schreibt beispielsweise der werbeblogger:

Alleine die Tatsache, dass ein Markendickschiff wie Daimler auf Themen, die kritisch diskutiert werden, in ihrem Blog eingeht und dabei weitestgehend auf weichgespülten PR-Stil verzichtet, ist mehr als respektabel.

Wichtig wäre, dass das gute Beispiel vom Daimler-Blog auch in anderen Unternehmen Schule macht oder hilft, ebenfalls den Schritt ins Web 2.0 zu wagen. Wie schreibt doch Martin Oetting von ConnectedMarketing.de? „Ein kleiner aber wichtiger Schritt für’s Corporate Blogging in Deutschland“.

Einen weniger offenen Umgang mit dem Internet scheinen jedoch englische Politiker zu pflegen. Ehrbare Mitglieder des britischen Parlaments fordern Sendezeiten fürs Internet, um ihre Insel vor unliebsamen Inhalten im Netz zu schützen. Es mag an der Hitze liegen, aber da kommt mir unweigerlich Brigitte Zypries, ehemalige deutsche Ministerin, in den Sinn: „Was sind jetzt noch mal Browser?

Web 2.0-Tool sind dennoch gefragter denn je, wie eine von der Computerworld veröffentlichte McKinsey-Studie zeigt. Tools wie Blogs, RSS und Podcasts sind von deutschen Unternehmen in den vergangenen Monaten verstärkt eingesetzt worden (siehe Grafik unten).

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Quelle: computerworld.de

Die meisten Unternehmen nutzen Web-2.0-Tools für Aufgaben im Bereich Wissensmanagement, also um Informationen zu speichern und auszutauschen. Auch die Verbesserung der Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern und die Stärkung der Unternehmenskultur sind häufige Gründe für den Einsatz. Das es aber von Seiten Kommunikation von viel zu leisten gibt, zeigen diese Zahlen: 28 Prozent der Befragten können den Return on Investment des Einsatzes von Web-2.0-Tools nicht einschätzen. 22 Prozent der Geschäftsführer setzen die neuen Hilfsmittel nicht ein, weil ihre Unternehmenskultur dies nicht vorsehe, 20 weitere Prozent finden nicht genügend sonstige Anreize, Web-2.0-Technologien auszuprobieren.








2 Kommentare

  1. Das Daimler-Blog im Corporate Blog Lifecycle…

    Am 16. Oktober feiert das Daimler-Blog seinen ersten Geburtstag. Ein Jahr Daimler-Blog bedeutete dabei für mich als Praktikant, Masterarbeitsschreiber und inzwischen Blog-Dok auch ein Jahr Daten sammeln, analysieren und aufbereiten. Visits, Page V…

  2. Gustav sagt:

    Anfangs hätte vermutlich niemand gedacht, dass der Daimler Blog tatsächlich so lange online sein würde. Wenn man ihn sich aber jetzt anschaut, stellt man fest, dass doch immer wieder aktuelles zu sehen ist. Diese Art der Kommunikation finde ich genau richtig und bin der Meinung, dass hier mit der Zeit noch viele weitere Unternehmen nachziehen werden.