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Wie Blogger Marketing-Erfolge machen
Veröffentlicht am: 4. September 2008 von K. Füllhaas
Die Schweizer Gratis-Zeitung „.ch“ hat eine etwas verschrobene Sicht auf die Rolle, welche Blogger im Marketing eines Unternehmens spielen. Unter der hier abgebildeten Schlagzeile liest man: „Blogger durchkreuzen die Pläne der Marketingchefs. Sie veröffentlichen im Voraus heisse Infos.“

Im konkreten Fall geht um den Launch des Google-Browsers Chrome. Ein paar Tage vor dem geplanten Start publizierte der von Google unabhängige Blog Google Blogoscoped einen Comic über den kommenden Browser. Google reagierte prompt, gab den Comic per sofort zum Download frei und am nächsten Tag dann auch den Browser selber. Philipp Lenssen von Google Blogoscoped hat nach eigenen Angaben den Comic per Mail von Google zugeschickt bekommen. Google schreibt auf seinem Blog: „As you may have read in the blogosphere, we hit SEND a bit early on a comic book introducing our new open source browser…“
„.ch“ nennt dies die „Bedrohung von externen Bloggern“ und übersieht, dass viel gelesene und gut vernetzte Blogger Nachrichten extrem schnell quer durch ihre Community und anschliessend durch die etablierten Medien verbreiten können. So entsteht schnell ein Hype und das Medieninteresse generiert kostenlose Aufmerksamkeit. Im Falle von Google hat dies die Anzahl Downloads positiv beeinflusst. Und wer sagt nicht, dass die „Panne“ mit dem Comic nicht von Google geplant war, um ebene genau diesen Hype zu provozieren?
Sollte die Information wirklich unabsichtlich zu früh veröffentlicht worden sein, ist es ein Fehler von Google und nicht der „bösen“ Blogger. Unternehmen können von einer Berichterstattung in Blogs nur profitieren, mit der Darstellung von Bloggern als Bedrohung werden Feindschaften und Ängste kultiviert, welche unnötig und kontraproduktiv sind. Aussagen wie „Blogger sorgen für Marketing-Pleiten“ zeugen eigentlich nur vom fehlenden Verständnis, wie Marketing und ganz allgemein Unternehmenskommunikation im Internet heute funktionieren.
Kategorien: Blogger, Internet, PR |
























4. September 2008 um 11:07
Wie Blogger Marketing-Erfolge machen - Crossmediale Kommunikation…
Die Schweizer Gratis-Zeitung „.ch“ hat eine etwas verschrobene Sicht auf die Rolle, welche Blogger im Marketing eines Unternehmens spielen. Unter der hier abgebildeten Schlagzeile liest man: „Blogger durchkreuzen die Pläne der Marketingchefs. Si…
4. September 2008 um 11:08
Wie Blogger Marketing-Erfolge machen - Crossmediale Kommunikation…
Die Schweizer Gratis-Zeitung „.ch“ hat eine etwas verschrobene Sicht auf die Rolle, welche Blogger im Marketing eines Unternehmens spielen. Unter der hier abgebildeten Schlagzeile liest man: „Blogger durchkreuzen die Pläne der Marketingchefs. Si…
4. September 2008 um 11:38
Eigentlich kann man dazu nur sagen: “Dumm gelaufen für Google.” Der Comic, der verschickt wurde, hätte eigentlich am Tag des Lauches zugestellt werden sollen und wurde auch so terminiert, denn am Tag vorher (1.9.) war Feiertag in den USA. Nur dummerweise in Deutschland nicht, wo Ph. Lenssen vom GoogleWatchblog sitzt. Der hat halt alles einen Tag vorher bekommen…
Hätte man bedenken können - wenn man eine etwas weniger us-zentristische Weltsicht besitzt.
4. September 2008 um 11:44
Ist doch immer praktisch, wenn man als unfähige Marketingabteilung jemandem die Schuld in die Schuhe schieben kann, die “bösen Blogger” eignen sich da ja ganz gut dafür
4. September 2008 um 17:46
Google-Chrome ist sehr schnell, aber es gibt keine addons…. Firefox ist “the best”.
7. September 2008 um 11:51
Blogger erhalten immer mehr Macht im Internet und gerade die Verknüpfung untereinander kann vieles bewirken. Ich selber blogge auch sehr viel und merke das meiner Artikel sedhr gut ankommen weil hier kein offizielles evententuell manipuliertes Medium über etwas berichtet. Das macht auch Blogs so interessant, weil sie persönlich und ungeschönt sind…
7. September 2008 um 14:01
Da sprichst du ein heikles Thema an Karsten. Ich glaube, dass hier der Neid der Gratiszeitungen etwas durchdrückt. Bis vor kurzem informierten sie noch aktuell und zwei Mal täglich. Heute, und da hilft das IPhone mit (habe keins und werde auch keins kaufen), liest man immer öfter News über’s Handy im Tram, Bus und Zug oder sonst wo beim Warten. Und da sind die Tageszeitungssite nicht so aktuell wie Blogs, mit Werbung überladen und viel zu kompliziert aufgebaut. Ich glaube, dass es Tageszeitungen und Gratiszeitungen in Printform in ein paar Jahre nicht mehr geben wird (wage die Prognose ‘mal). Das nicht nur wegen den Endgeräten und der Aktualität sondern auch wegen des Umweltschutzes.
7. September 2008 um 17:55
Ja, ich glaub auch, dass hier Gratiszeitungen Angst haben, dass ihnen hier das Wasser abgegraben wird. Und ich kenne keine Zeitung, die auf exklusiven Bildern von neuen Automodellen sitzen bleiben würde, nur mit Rücksicht auf einen Konzern. Ich kann die Argumente von .ch da nicht ganz nachvollziehen.
20. November 2008 um 23:13
Blogger sorgen dafür, dass Käufer von Produkten und Dienstleistungen vor Schaden bewahrt werden. Damit werden Unternehmen “gezwungen”, zuerst auf den “Profit des Kunden” zu achten.
Intelligente Unternehmen liefern höchstmöglichen “Kunden-Profit”, kennen deshalb keinen Preiskampf.
Die Krise wird die Spreu vom Weizen trennen!
Kompetente Blogger sind sich ihrer Verantwortung bewusst.
Wer vom “bösen Blogger” spricht, hat pure Angst, steht wohl mit dem Rücken an der Wand.