Lohnt sich Social Networking für Firmen? (Serie Social Media in KMU)

Auf silicon.de findet man ein interessantes Interview mit Professor Michael Koch von der Universität der Bundeswehr München. Er hat untersucht, wie Unternehmen mit dem Thema Social Networking Services umgehen. Im Folgenden zwei Auszüge.

Als Argument für den Einsatz von Social Networking sieht Koch vor allem die freie Kommunikation zwischen den Mitarbeitern. Für kleinere Unternehmen gilt dies auch in Verbindung mit Lieferanten und Kunden:

“Grundsätzlich glaube ich, dass die Unterstützung einer freieren Kommunikation zwischen den Mitarbeitern – und auch mit Kunden und Geschäftspartnern – für alle Unternehmen nutzbringend sein kann. Ob der Einsatz eines Social Networking Services zur Unterstützung eingesetzt werden kann, ist für jeden Fall separat zu entscheiden. Eventuell gibt es ja schon andere Mittel für diesen Zweck.”

“Gerade für kleinere Unternehmen ist hier aber interessant, den Fokus zu vergrößern und zu betrachten, ob sich eine Kommunikation mit Lieferanten und Kunden über einen offenen Social Networking Services lohnen könnte. Nicht umsonst sind die Hauptkunden von Xing die ‘kleinsten Unternehmen’, die Gruppe der Freiberufler.”

Das Argument Social Networking sei Zeitverschwendung, lässt Koch nicht gelten:

“Kommunikation ist ein Grundbedürfnis von Menschen und in Unternehmen zeigt sich immer mehr, dass die effiziente – aber freie – Kommunikation zwischen Wissensträgern eine Grundvoraussetzung für effizientes Wissensmanagement und auch Innovationsfähigkeit ist. Und gerade diese Kommunikation – vor allem mit den losen Kontakten – wird von Social Networking Services unterstützt. Hier ist also grundsätzlich großes Potential.”

“Die Gefahr, dass die Gewährung von Freiheiten zur Nutzung von Social Networking Services in Unternehmen zu Zeitverschwendung führt, sehe ich nicht. Hier sollte man den Mitarbeitern das Vertrauen entgegenbringen, selbst einschätzen zu können, wann sich ein Engagement auf einer solchen Plattform lohnt.”

Das ganze Interview mit Michael Koch findet man hier.

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