Daniel Vasella und Novartis, Steve Jobs und Apple oder Josef Ackermann und die Deutsche Bank… die Namen vieler CEO sind im Guten wie im Schlechten untrennbar mit ihrem Unternehmen verbunden. Sie geniessen einen hohen Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit, von dem manches Showsternchen nur träumen kann.

Quelle: stock.xchng
Im Zusammenhang mit der Finanzkrise und den staatlichen Rettungspaketen hat der öffentliche Druck auf viele CEO stark zugenommen, besonders wenn es um die Zahlung von Boni geht.
Laut einer kürzlich vom amerikanischen Reputation Institute veröffentlichten Umfrage, gehören Bill Gates, Donald Trump und Warren Buffett zu drei angesehensten CEO in den USA. Ihre jeweiligen Unternehmen erzielten gute Platzierung in der Global Pulse 2008 Studie des Reputation Institute, in der weltweit die Unternehmen mit der besten Reputation ermittelt wurden. Laut den Experten vom Reputation Institute beeinflusst die Persönlichkeit des CEO die Wahrnehmung seines Unternehmens am meisten in den Bereichen des gesellschaftlichen Engagements, der finanziellen Leistung und dem Führungsanspruch am Markt.
Was die Wichtigkeit des CEO für die Reputation ihrer Unternehmen angeht, sind die kürzlich von mir befragten Experten nicht ganz einer Meinung. Für Claudia Kunze spielen sie „nur teilweise eine Rolle“. Wichtiger seien die Qualität von Produkten und Services und die Art und Weise, wie das Unternehmen seine gesellschaftliche Verantwortung (Corporate Social Responsibility) wahrnehme. Bernhard Bauhofer ist zudem überzeugt, eine über Jahre oder Jahrzehnte aufgebaute solide Unternehmensreputation könne einen Fehlgriff bei der Wahl des CEO verkraften. Robert Kirsch weist darauf hin, dass persönliche Fehler des CEO stets auch das Unternehmen treffen. Deshalb sei auch ein professionelles Reputationsmanagement zunehmend wichtig. Prof. Dr. Thomas Pleil sieht in der öffentlichen Wahrnehmung der CEO auch eine Chance, denn der CEO als Person sei „greifbar“, das Unternehmen bleibe immer eine „abstrakte Organisation“. Für ihn stehen Manager ständig „unter Beobachtung“:
Die Reputation der Top-Manager spielt schon eine grosse und künftig weiter zunehmende Rolle für ein Unternehmen. Sie stehen verstärkt unter Beobachtung. Beispielsweise sind personalisierbare Geschichten für den Journalismus besonders attraktiv. Aber allein auch durch die gesellschaftliche Rolle, die Manager spielen, lässt sich diese verstärkte Beobachtung erklären. Hier geht es oft auch um Fragen der Glaubwürdigkeit – denken wir nur an das Verhalten gegenüber Mitarbeitern oder allgemeiner um CSR (Corporate Social Responsibility).
Die aktuellen Top-Manager täten gut daran, ihrer gesellschaftlichen Rolle und Verantwortung mehr ehrliche Aufmerksamkeit zu schenken. Als Ausgangspunkt für ihre Überlegungen empfehle ich, den eigenen Namen zu googeln…
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