Als PR- oder Marketingverantwortlicher kann man nicht verhindern, dass über das eigene Unternehmen oder die eigenen Produkte im Internet publiziert wird, seien es Nachrichtenmeldungen, Blogbeiträge oder Videos auf YouTube. Kommunikation lässt sich generell nicht kontrollieren, aber die Angst vor Kontrollverlust über die Unternehmenskommunikation ist in Zeiten von User Generated Content noch grösser als früher.
Eine Studie über Webmonitoring (also systematische Beobachtung von allem, was im Web über das eigene Unternehmen publiziert wird) von der Fachhochschule Köln zeigt, welche Faktoren Firmen als die grössten Informationsrisiken in Bezug aufs Internet betrachten.

Quelle: WebKnow Studie 2008
Die Verbreitung von Falschmeldungen wird von über zwei Drittel aller im Rahmen der Studie befragten Unternehmen als grösstes Risiko genannt. Wobei das In-die-Welt-setzen von Falschinformationen – ob nun absichtlich oder nicht – kein spezielle Eigenschaft von Social Media ist.
So liess eine Meldung aus dem Jahre 2002 im September 2008 die Börsenkurse der Fluggesellschaft United Airlines purzeln: Der Webcrawler von Google News fügte einem Text zum Konkurs der Airline auf der Webseite der Regionalzeitung Sun Sentinel das tagesaktuelle Datum hinzu und schon lief die vermeintliche Schlagzeile über die Ticker von Google News und Bloomberg News. Finanzieller Schaden und Reputationsverlust lassen sich nur schwer beziffern.
Im Oktober wurde die Meldung, Apple-Chef Steve hätte einen Herzinfarkt erlitten, via die User-Generated-Content Plattform ireporter.com von CNN lanciert. Die Story wurde schnell als komplette Falschmeldung entlarvt. Vorfälle wie dieser fördern eine kritische Haltung vieler Unternehmen gegenüber Social Media. Verhindern lassen sie sich jedoch kaum. Deshalb ist es um so wichtiger, als Kommunikationsverantwortlicher erstens ein adäquates Monitoring durchzuführen und sich zweitens auf Krisen vorzubereiten, um schnell reagieren zu können. Interessanterweise nannten nur rund 23 Prozent aller Befragten die Veröffentlichung von Betriebsgeheimnissen als Risiko.
via: Marketing Welten









Was Firmen im Web am meisten fürchten – Crossmediale Kommunikation…
Kommunikation lässt sich generell nicht kontrollieren, aber die Angst vor Kontrollverlust über die Unternehmenskommunikation ist in Zeiten von User Generated Content noch grösser als früher….
Hallo Herr Füllhaas,
gab es das Phänomen der nicht er-/gewünschten Öffentlichkeit nicht schon immer. Ob in Arbeitsprozessen in denen man sich gütlich einige oder in provozierten Skandalen – natürlich neuerdings mit größeren PR-Charakter. Wir selbst haben, ob in Second Life oder unserem Azubi Video auf Youtube frühzeitig ALLE mit einbezogen und nie Schiffbruch erlitten oder negative Presse gefürchtet – vielleicht sie deshalb auch nie gehabt….
Gruss JW
http://www.westaflex-forum.de/2008/04/13/heimlich-schon-gar-nicht/
Wir haben in Österreich so einen Spruch für Ängstliche. Er lautet “zu Tode gefürchtet ist auch gestorben” Außerdem frage ich mich ernsthaft, warum sich (noch) so wenige Unternehmen zu einem professionellen online Monitoring durchringen können, wo doch die Angst so unendlich groß scheint.
Oder wie ich immer sage, nur wer Teil der Kommunikation ist, kann sie auch beeinflussen. Das zeigt die Website von Obama sehr schön, wo die Nutzer Falschmeldungen Anderer revidieren. Muss Obama nicht mal selber machen, denn die Aktivität auf der Website löst weitere Kommunikation Offline aus.
Btw, sendest du Pings? Bei mir ist kein Trackback angekommen…
lg, Michael
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