Warum die Rezession gut für Social Media ist

Alle reden von der Rezession, die Börsen sind nervös, Unternehmen klagen über Bestellrückgänge und Printmedien befürchten Einbrüche bei den Inserateausgaben und…

…doch Social Media soll von der Rezession profitieren können. Jason Baer von Convince&Convert hat sich dazu folgende Gedanken gemacht:

  1. In Zeiten, wo für viele Konsumenten das Geld nicht mehr so locker sitzt, will man sich absichern, bevor man etwas kauft. Shopping- und Bewertungsportale mit Beiträgen von Konsumenten werden Hochkonjunktur haben.
  2. In Social Media werden die rückläufige Wirtschaft, Arbeitslosigkeit und was den Leuten noch alles Sorgen macht, diskutiert. Sei es auf Twitter mit dem #recession-Tag, auf Facebook oder in einer anderen Community. Social Media, so argumentiert Jason Bear, ermöglichen Gespräche und Gedankenaustausch mit einer viel grösseren Zahl von Menschen als am Stammtisch in der Eckkneipe.
  3. Auf Veranstalter von Konferenzen, Seminaren und Tagungen sieht er ebenfalls harte Zeiten zukommen, weil Unternehmen hier Kosten sparen wollen. Anbieter von Webinars, Webcasts oder Plattformen wie SlideShare werden in die Lücke springen und den Austausch von Wissen und Erfahrungen via Web sicherstellen.

Grundsätzlich kann ich Jason Baer schon zustimmen. Aber wer sagt, dass die grossen Social Media-Angebote, die fast immer auf dem Kostenlos-Prinzip basieren, die Krise überstehen werden? Wer sein Geschäftsmodell auf Werbung (auch wenn sie dank User-Profilen optimiert ist) aufbaut, wird in einer Wirtschaftskrise Probleme bekommen. Und auch Shops wie amazon mit Tausenden von Kundenmeinungen leben schlussendlich vom Verkauf von Produkten und nicht vom User Generated-Content.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten fahren viele Unternehmen ihre Kommunikationsbudgets zurück, was auch dialogorientierte Social Media-Projekte in Unternehmen zu spüren bekommen werden. Social Media sind aber auch ein zunehmender wichtiger Weg, Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen. So liegt hier also auch Potential. Ein grosser Fehler wäre es, bereits existierende Social Media-Engagements (Firmenblog, Facebook-Page…) sich selbst zu über lassen und nicht mehr weiter zu pflegen. Wie sagt es Jason Baer in Punkt eins? Konsumenten werden verstärkt das Web Rate ziehen, wenn es um Kaufentscheidungen geht: Dass heisst, in der Rezession nimmt die Bedeutung von Online-Reputation nochmals zu.

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1 Kommentar

  1. Pligg sagt:

    Warum die Rezession gut für Social Media ist – Crossmediale Kommunikation…

    Alle reden von der Rezession, die Börsen sind nervös, Unternehmen klagen über Bestellrückgänge und Printmedien befürchten Einbrüche bei den Inserateausgaben und… doch Social Media soll von der Rezession profitieren können….

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