Der Automobilgigant GM steht am Abgrund. Die amerikanischen Auto-Konzerne verhandeln in Washington um Staatshilfe und auch die deutsche GM-Tochter Opel sucht verzweifelt nach einem staatlichen Rettungsanker. Bei General Motors sitzen Blogger wie Bob Lutz in der Chefetage und greifen auch die heissen Eisen wie staatliche Hilfe oder die Bedeutung der Automobilindustrie im Blog FastLane auf. Aber das ist nicht alles: auf gmfactsandfiction.com stellt der Konzern Videos und Inhalte bereit – immer mit dem Ziel seine Botschaft von Usern weiterverbreiten zu lassen: Wenn die Automobilindustrie zusammenbricht, kollabiert die gesamte US-amerikanische Wirtschaft.
Weltuntergangsstimmung à la GM auf YouTube
Das Video wurde am 16. November 2008 hochgeladen und seitdem über 75′000 mal aufgerufen. Die Kommentarfunktion auf YouTube ist leider deaktiviert.

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GM Facts and Fiction
Auf dieser Seite ruft GM seine Angestellten, Händler oder ganz einfach alle „Concerned Americans“ dazu auf, mit Senatoren und Abgeordneten Kontakt aufzunehmen und ihnen mit von GM vorbereiteten Argumenten klar zu machen, dass es im wirtschaftlich besten Interesse wäre, in die amerikanische Autoindustrie zu investieren. Gerüchte und Behauptungen, wie beispielsweise ein drohender Bankrott werden mit Rumor – Fact widerlegt:

Dies die Argumente von GM, die gegen einen Bankrott sprechen. Mit der Funktion „Submit a Myth“ wird der User direkt aufgefordert, gehörte Gerüchte einzusenden, damit GM darauf reagieren kann.
Direkte Kritik auf FastLane
Nicht ganz uneigennützig publizierte Christopher Barger (Director, Global Communications Technology) am 14. November 2008 die Resultate einer Meinungsumfrage, wonach 55 Prozent aller Amerikaner eine finanzielle Unterstützung der Autoindustrie durch den Staat befürworten. Und überraschenderweise erhält GM in den Kommentaren viel Unterstützung für sein Vorhaben. Aber es gibt auch kritische Kommentare wie dieser hier von Ghibertii:
From an American taxpayer to GM management:
“No”
As in, no way I am bailing you out from your poor management and lack of foresight that you have shown over the past few decades. I find it appalling that you use your workers as pawns to bribe the American people into giving you money. Also, no way will I give you any money for your poorly designed gas guzzling cars.
RIP, I look forward to the Phoenix that rises from the ashes.
Bereits am 5. November 2008 hatte Christopher Barger eine Studie vom Center for Automotive Research über die Auswirkungen eins möglichen Zusammenbruchs des Automobilindustrie auf FastLande gepostet und betonte die Unabhängigkeit der Studie:
We didn’t write or fund this report… but we thought that you should see it, because it might make you think of things you hadn’t before.
Am 29. September 2008 wandte sich sogar GM-CEO Rick Wagoner persönlich via YouTube-Video an die Blogleser und argumentierte, warum die Bundesregierung die Automobilindustrie unterstützen sollte.

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Unglaublich!
Nicht dass GM bloggt und für seine Standpunkte wirbt, sondern dass es uns in Deutschland so fremdartig scheint.
Ich habe den Eindruck, Web 2.0 gibt es in deutschen Konzernen gar nicht.
Oder liegt es daran, dass es dort kein Interesse an der Meinung der Bevölkerung und damit des Kunden, gibt?
Im Web ist GM top, die Begeisterung der Kunden für die Aktivitäten ist ausgezeichnet – offline frägt man sich, wieso die gute Arbeit nicht entsprechende Umsätze spiegelt. Zur weiteren Lektüre … http://tinyurl.com/626p22
Das Hin und Her von General Motors…
Die deutsche Autobranche blickt derzeit über den großen Teich, und das nicht mit Freude. Was General Motors da betreibt, entbehrt schon jeglichen Denkvermögens, wie es scheint.
Gleich mal 39 Milliarden US Dollar haben die beiden gro…
Ja und was hat das ganze Bloggen General Motors oder den Kunden nun gebracht. Ich finde das prinzip natürlich auch sehr begrüßenswert, aber in so einem späten Stadium des Unetrgangs eines Riesenkonzerns macht das doch nun auch keinen Unetrschied mehr, ob die bloggen oder nicht. Ok, ein paar Kunden oder Betroffene können ihrem Unmut freien Lauf lassen, aber vielleicht wäre es schlauer gewesen, mal schon vor einigen Jahren auf die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Dann wäre die eigene Autoproduktion vielleicht auch dauerhafter besser angekommen und man wäre nun nicht blind pleite gegangen.
[...] auch General Motors bloggt ums Überleben (fuellhaas.com) Autokonzerne, globale Erwärmung und „crock of shit“ [...]