Mitte Januar hatte ich einen Test von Online-Monitoring Tools angekündet. Um auf dem Laufenden sein, was im Web über das eigene Unternehmen oder die eigene Marke veröffentlich wird, kommt man um ein regelmässiges Monitoring nicht herum. Die Frage ist nur, wie ein solches Monitoring umgesetzt wird. Im folgenden fasse ich meine Eindrücke zusammen.
Getestet habe ich das kostenpflichtige Tool blueReport und die frei verfügbaren Google Blog-Suche, Google News-Alerts, sowie die Blogsuchmaschinen Technorati, BlogPulse und slug.ch.
Handhabung
RSS-Reader: Bevor man mit monitoren loslegen kann, muss am alle gewünschten Feeds einrichten. Im von mir gewählten Google Reader geht dies zwar ziemlich einfach. Webseiten ohne RSS-Feed lassen sich jedoch gar nicht oder nur über Umwege integrieren. Die Handhabung der täglichen Suchergebnisse ist stark vom gewählten Feedreader abhängig.

Google Reader: Viel hängt von der Wahl des Feedreaders ab.
blueReport: Die so genannten Suchagenten zu den vor mir gewünschten Begriffen waren bereits eingerichtet. In Bezug auf Ausschlussbegriffe und Quellen lassen sich die Suchagenten jederzeit anpassen und eingrenzen.
In Bezug auf die Handhabung (Einrichtung und Präsentation der täglichen Suchergebnisse) liegt blueReport klar vorne.

blueReport: Anzeige der aktuellsten Treffer

blueReport: Einfaches anpassen der Suchagenten
Qualität der Suchergebnisse
RSS-Reader: Die von mir eingerichteten Feeds haben mehr Resultate produziert als blueReport. Jedoch: erstens erhält man viele Beiträge doppelt und zweitens sind auch viele Resultate dabei, die mit dem Suchbegriff nichts zu tun haben. So produzierte Google News beispielsweise viele Suchtreffer zum Stichwort „cablecom“, obwohl die Seite dann gar nicht „cablecom“ als Wort enthielt. Ganz problematisch war hierbei die Seite nachrichten.ch.
blueReport: Alle Suchergebnisse kann ich als relevant einstufen, im Gegensatz zur RSS-Reader Lösung. Über den RSS-Reader habe ich jedoch immer wieder einzelne Beiträge gefunden, die über blueReport nicht gefunden wurden.
Entscheidend ist nicht die reine Anzahl Suchtreffer, sondern primär ist wichtig, dass alle relevanten Quellen einbezogen werden. blueReport baut die Liste der abgescannten Webseiten ständig aus, auch auf das Feedback von Kunden hin.
Fazit
Punkto Handhabung kann das Feedreader-Monitoring nicht mit einer professionellen Lösung mithalten. Ziel mit einem Monitoring ist ja, schnell relevante Resultate zu erhalten und nicht wie bei E-Mails zuerst Spam aussortieren zu müssen, wobei unter „Spam“ beim Monitoring alle von Google News gefundenen Resultate gemeint sind, die den Suchbegriff gar nicht enthalten. Für Unternehmen, die systematisches Online Reputation Management betreiben wollen, ist eine professionelle Lösung auf jeden Fall zu empfehlen.
Monitoring liefert Suchergebnisse, entscheidend ist aber auch der Umgang mit den Resultaten: Es braucht eine Strategie, wie die aus dem Monitoring gewonnen Erkenntnisse in Verbesserung von Produkten, Service oder Kommunikation fliessen. Hilfreich ist auch eine Aufbereitung der Suchergebnisse nach Fragen wie: Sind die Berichte positiv oder negativ? Wie stehen wir im Vergleich zur Konkurrenz da? Welche Reichweiten haben die Beiträge, in denen über uns berichtet worden ist? Welche Zielgruppen wurden erreicht? Die Betreiber von blueReport zeigen mit politReport, was heute schon machbar ist. Ein gutes Beispiel, wie eine solche Auswertung aussehen kann, liefert beispielsweise auch netfacts360.com.
Siehe auch: Online-Monitoring: 5 Fragen an Denis Nordmann. Interview mit dem Geschäftsführer der Firma cognita, welches das Online-Monitoring Tool blueReport entwickelt und vertreibt.










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