Wer im Web sucht, kommt an Google nicht vorbei. Wer als Unternehmen seine Webseite oder seinen Online-Shop mit Suchmaschinenoptimierung nach vorne bringen will, orientiert sich an Google. Im US-amerikanischen Markt verfügt Google über einen komfortablen Anteil von 63 Prozent (Quelle: comScore). Gerade deshalb lohnt es sich, von Zeit zu Zeit andere Anbieter zu testen.
Kosmix mit Hauptsitz im kalifornischen Mountain View hat Ende 2008 eine Finanzierung von 20 Millionen Dollar erhalten und ist seitdem mit einem etwas anderen Ansatz auf dem Markt, als man es von den klassischen Suchmaschinen kennt. Anstelle einer normalen Liste mit Suchresultaten, liefert Kosmix für jeden Suchbegriff eine magazin-artige Seite mit passenden Videos, Bildern, News, Kommentaren und Communities. Für den Suchbegriff „Global Warming“ sieht das dann so aus:
Für seine Suchresultate greift Kosmix unter anderem auf Google, Wikipedia, Twitter, verschiedene Video- und Audio-Communities, eBay oder Yahoo! Answers zu.
Für Unternehmen und Marken entstehen so „on the fly“ umfangreiche Informationsportale, die dem User als Ausgangspunkt für eine umfangreiche Recherche oder einfach als Einstieg in die Welt einer bestimmten Marke dienen. Nehmen wir „Hugo Boss“ als Beispiel:
Wie bei vielen Ergebnisseiten ist der englische Wikipedia-Eintrag zu oberst prominent plaziert. Links zu anderen Marken und Konkurrenten sind nur einen Mausklick entfernt. Viele Fläche nehmen im Beispiel von Hugo Boss Inhalte von amazon.com und anderen Shopanbietern ein.
Nach einem Blick auf die Resultatseiten von Novartis, General Motors und Canon PowerShot ist klar, dass Kosmix Inhalte aus Social Media stark gewichtet, was das Online Reputation Management für Marken und Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt. Interessant finde ich, dass Kosmix alle Inhalte in eine einzige Seite kombiniert, und nicht nach Quellen trennt (Web, News, Bilder, Blogs), wie man es von anderen Suchmaschinen kennt.
Die Gründer von Kosmix wollen jedoch nicht mit Anbietern wie Google verglichen werden, meint Venky Harinarayan, einer Gründer in der New York Times:
…Kosmix is trying to do something that is quite different from traditional Web search.
“Search does what it does well, very well,” Mr. Harinarayan said. “I don’t think we can ever compete with that.” Kosmix, he said, is not about finding the best set of documents for a specific keyword or phrase. Instead, its goal is to “tell me more about something,” he said.
Mit dieser Strategie könnte Kosmix weniger ein Konkurrent von Google werden, sondern vielmehr mit Verlagshäusern und Online-Medien in Wettbewerb treten, welche viel Geld ausgeben, um ihre Leser mit interessanten Content-Angeboten bei der Stange zu halten.
That’s where Kosmix could become a headache for media companies. Kosmix delivers pages that are often as detailed and relevant as those that media companies spend small fortunes creating — especially those in popular and lucrative categories like travel, sports, health or electronics. Of course, as an aggregator that creates no content, Kosmix drives users to other media sites. But if it establishes itself as a major online destination, it will also compete with them. (NYT)











