Als Twitter im Jahre 2006 startete, lautete die simple Frage „What are you doing?“, auf die man als registrierter User in maximal 140 Zeichen eine Antwort geben konnte.

Waren damals die ersten Twitterer noch schräg angesehene Exoten, ist heute das Microblogging-Network definitiv im Mainstream angekommen.
Twitter im Entertainment Mainstream
Nachdem schon die erfolgreiche TV-Serie CSI in einer Folge Informationen aus Twitter für Ermittlungen nutze, erfuhr das Social Network am vergangenen Freitag seinen Ritterschlag. US-Talkerin Oprah Winfrey wurde Mitglied der Twittergemeinde und gewann innert weniger Tage über 370’000 Followers, also Personen, die ihren Twitterfeed abonniert haben und lesen. Ungeschlagen in Bezug auf die Anzahl Follower führt der amerikanische Schauspieler Ashton Kutcher mit über 1,3 Millionen Followers die Rangliste an, noch vor CNN Breaking News mit 1,1 Millionen. Barack Obama hat immerhin knapp über 900’000 Followers.
Suche nach einem Geschäftsmodell
Im Moment wächst Twitter so schnell, dass die Statistiker mit den Zahlen kaum hinterherkommen. Im Februar 2009 besuchten rund 10 Millionen so genannte Unique Visitors die Webseite twitter.com. Für März 2009 lag die Zuwachsquote für US-Twitterer sogar bei 131 Prozent.
Angesichts solcher Zahlen sollte Twitter eigentlich eine Goldgrube für seine Gründer sein. Verschiedene Venture Capital Firmen haben bis heute mehr as 55 Millionen Dollar Kapital in Twitter gesteckt – nur Twitter verdient kein Geld.
Geld verdienen lässt sich mit Twitter bislang nicht – und ein tragfähiges Geschäftsmodell ist mit bestem Willen kaum auszumachen. (Quelle)
…schrieb die Financial Times Deutschland am 14. April 2009. Mit welchem tragfähigen Geschäftsmodell Twitter schlussendlich Geld verdienen will, wird in der Branche heftig diskutiert. Eine weitere Frage dürfte dann zum gegebenen Zeitpunkt auch sein, ob die Community es auch akzeptieren wird. Social Networks wie Facebook oder StudiVZ haben schlechte Erfahrungen gemacht, wenn es darum ging, Nutzungsbestimmungen gegen die Wünsche ihrer Community zu ändern.
Gleichzeitig wächst der Druck auf Twitter. So schreibt Rafe Needleman von cnet news in seinem Beitrag „Dear Twitter: Please take my money“:
So, please, Twitter, let me pay you. Twitter is worth money to me, but until you let me pay for a guaranteed service level or for the continuity of my brand, I’m not convinced I’m worth anything to you. (Quelle)
cnet news schlug im vergangenen November elf verschiedene Business-Modelle vor, die Online-Abstimmung zeigt bis heute keinen klaren Favoriten.
Wo sehen Sie Möglichkeiten für Twitter, Geld zu verdienen? Wie muss Twitter bei der Einführung von eventuell veränderten Nutzungsbedingungen vorgehen?
Dies Beitrag ist Teil einer Serie über Twitter. Alle Beiträge finden Sie hier unter Twitter-Serie.









