Sich online über Produkte zu informieren, gehört für rund 95 Prozent aller Internetnutzer zum normalen Surfalltag. Nicht selten greifen Sie dabei natürlich via Suchmaschinen auch auf Bloginhalte zu. Doch sind Produkt-Besprechungen die unabhängige Meinung des Bloggers oder hat er vom Hersteller für eine positive Berichterstattung Geld bekommen? Welchem Blogger man vertrauen könne, werde für Leser immer schwieriger zu erkennen, schrieb das WSJ vergangene Woche. Werbung in Blogs werde als günstige Werbung angesehen:
Companies see the freebies and payments to bloggers as a cheap way to boost brand buzz during the recession. But site visitors often don’t realize they’re reading a promotional pitch. Not all bloggers make clear that they are being compensated to talk up products, if they disclose it at all. (WSJ, Quelle)
Wie das WSJ weiter schreibt, denkt man bei der Federal Trade Commission darüber nach, Blogger, welche in bezahlten Postings Unwahrheiten über Produkte verbreiten, zur Verantwortung zu ziehen.
Dies wiederum hat eine Gruppe von Bloggern auf den Plan gerufen, welche mehr Transparenz fordern: Sie fürchten um ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit, wenn Leser nicht mehr zwischen bezahlten Postings und unabhängigen Berichten unterscheiden können.
Meanwhile, many in the blogosphere are worrying about their reputations. A growing number of bloggers are speaking out about the need to be more up front with readers about arrangements with corporate America. Advocates of more disclosure argue that the credibility of their collective writings will suffer if readers cannot discern company shills from honest voices. (WSJ, Quelle)
Eine Entscheidung der Federal Trade Commission soll erst im Sommer fallen.
Neben den Befürchtungen einzelner Blogger um ihren Ruf, gibt es aber auch handfeste Geschäftsinteressen. Produktbewertungen und -Empfehlungen von Nutzern gelten im Web als sehr glaubwürdig, wenn es um Kaufentscheidungen geht. Wer als Unternehmen viel Zeit in den Aufbau einer Community gesteckt hat, will sicher nicht, dass deren Funktion als Fürsprecher und Basis für eine gute Online-Reputation nun in einer Debatte um die generelle Glaubwürdigkeit von Blogs untergeht. Unternehmen, welche das Social Web hingegen nur als neuen Kanal für „Einweg-Kommunikation“ sehen, tragen mit ihrem Verhalten nichts Positives zur Glaubwürdigkeits-Debatte bei.
Links zum Thema
FTC to Regulate Blogs and Social Media? (WebProNews)
Parenting Blogs May Be Held Liable for Product Reviews (abcNEWS)
Blogging Has Come a Long Way, Baby (emarketer.com)










[...] und -Empfehlungen von Konsumenten im Internet als sehr glaubwürdig, und werden von 95% (via) aller Internetnutzer für Kaufentscheidungen gerne [...]