Online-Monitoring Tools werten aus, was über Personen, Unternehmen, Produkte und Marken im Internet veröffentlicht wird. Zeitnahes Monitoring ist die Basis für erfolgreiches Online Reputation Management, wenn man auf negative Issues schnell reagieren können möchte oder möglichst frühzeitig Trends aufspüren will.
An der Börse steigen und fallen täglich die Werte von Unternehmen, an keinem anderen Ort setzt sich positive oder negative Reputation schneller in finanziellen Gewinn oder Verlust um. Aus umweltpolitischen und sozialen Themen können für Unternehmen und Organisationen Risiken in Bezug auf Finanzen und Reputation entstehen. Diese im Auge zu behalten, ist Aufgabe des so genannten Issue Managements.
Mit dem Online-Monitoring Tool RepRisk lassen sich alle potentiellen Risikofaktoren von Kinderarbeit, Geldwäsche bis hin zu Umweltverschmutzung im Auge halten. Für börsennotierte Unternehmen, NGO, ausgewählte Grossprojekte und Regierungsbehörden beobachtet RepRisk täglich Printmedien, NGO-Webseiten, Newsletter, Blogs und Online-Medien. Aus allen analysierte Quellen wird der RepRisk Index kalkuliert. Der Index drückt aus, wie stark ein Unternehmen den verschiedenen aktuellen Reputations-Risiken ausgesetzt ist und liefert damit auch wertvolle Informationen für Finanzanalysten und Portfolio-Manager.
RepRisk ist aber kein Tool um täglich Social Media und Online-Medien zu überwachen, um zu wissen, was Kunden und Konsumenten denken. Da ich diese Woche die Möglichkeit hatte, das Tool zu testen, möchte ich im Folgenden ein paar Funktionen näher vorstellen.
Dashboard von RepRisk mit den wichtigen Informationen im Überblick. Unternehmen und Organisationen, die von besonderen Interesse sind, lassen sich in so genannten Watchlists zusammenfassen. Im Gegensatz zu anderen Tools muss man als User nicht einrichten, was man überwacht will. Das Monitoring von RepRisk ist ständig für alle Unternehmen und Organisationen aktiv. Via Suchfunktion hat man ständig Zugriff auf alle Daten.
Standardansicht eines Unternehmensprofils mit den aktuellsten Newsquellen und dem RepRisk Index. Der Text der Newsquellen ist immer in einer englischsprachigen Zusammenfassung abrufbar.
RepRisk stellt Verknüpfungen von Unternehmen zu Projekten und Issues her. Im obigen Beispiel erkennt man, dass der Name UBS in Zusammenhang mit den Issues Menschenrechtsverletzungen und Managerlöhnen 22 bzw. 10 Mal genannt wurde im aktuellen Beobachtungszeitraum.
Verknüpfungen funktionieren auch in die andere Richtung. Im obigen Beispiel sieht man, dass Wal-Mart offenbar ein Problem mit Kinderarbeit hat.
Für einzelnen Industriesektoren lassen alle relevanten Projekte und Issues abrufen. Wie das obige Beispiel erkennen lässt, ist der Bankensektor reputationsmässig aktuell ziemlich unter Druck.
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