Grenzen zwischen privater und beruflicher Internetnutzung

Neuste BITKOM-Zahlen aus Deutschland zeigen: Internetnutzer verbringen im Schnitt täglich zwei Stunden und 20 Minuten im Netz. Gut acht Prozent aller User sind pro Tag sogar über fünf Stunden online aktiv. Bei der Internetnutzung verschwimmt die Grenze zwischen Job und Privatleben. Zwei Drittel der berufstätigen Anwender nutzen das Web während ihrer Freizeit auch für ihren Job. Gleichzeitig verwendet jeder zweite berufstätige Nutzer das Internet während der Arbeit für private Zwecke. BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer fordert unternehmensinterne Regeln für die Erreichbarkeit nach Büroschluss und die private Nutzung am Arbeitsplatz.

„Wir appellieren an die Arbeitgeber, diese Verschmelzung zu erkennen und in ihrer Unternehmenskultur umzusetzen.“ (Quelle)

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Ich frage mich, ob die Unternehmen dazu wirklich bereit sind. Bei allem Interesse an Social Media-Kommunikation und der Bereitschaft „in den nächsten sechs Monaten einen Blog einzurichten“, wie es in Umfragen und Studien beispielsweise immer wieder heisst, müssen sich Unternehmen schlussendlich an ihren Taten messen lassen. Wenn es dann um die Themen „Sicherheit“ und „Zeitverschwendung am Arbeitsplatz“ geht, machen viele Unternehmen schnell einen Rückzieher.

Zum Thema Sicherheit werden einerseits die technischen Bedenken ins Feld geführt, wie Verbreitung von Malware und das Ausnutzen von Sicherheitslücken. Daneben geht es aber auch den Diebstahl von Identitäten und das kriminelle Verwenden von persönlichen und vertraulichen Informationen (Social Engineering). Aber auch von der Unternehmenskommunikation kommen Sicherheitsdenken: Wer sich als Unternehmen oder Marke im Social Web exponiert, macht sich auch angreifbarer. Dabei wird oft vergessen: Unzufriedene Kunden finden immer einen Kanal, ihrem Ärger in der Öffentlichkeit Luft zu machen, unabhängig davon, wie das betroffene Unternehmen im Internet präsent ist.

Wie schwer es Social Networking am Arbeitsplatz hat, zeigen die zahlreichen Verbote von Facebook und andern Social Media-Seiten in Unternehmen.

Private und berufliche Internetnutzung verschmelzen, Social Networking und Pflege von Online-Präsenzen lassen sich schlecht in privat und beruflich trennen. Wie werden Unternehmen in Zukunft damit umgehen?

Siehe auch
Facebook am Arbeitsplatz (fuellhaas.com)
Facebook – Fürchten Arbeitgeber die Social Network-Welle? (Website Marketing)
Kein Youtube und kein Facebook für Schweizer Arbeitnehmer (Tagesanzeiger)








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