Rekrutierung via Social Networks oder „ich suche: Neue Herausforderung“

Für einmal geht es nicht darum, ob Personalverantwortliche Stellenbewerber und Kandidaten googeln, sondern wie sie selber Social Networks nutzen, um potentielle Angestellte anzusprechen und zu rekrutieren. Der aktuelle Social Recruitment Survey vom amerikanischen Unternehmen Jobvite zeigt, wie Arbeitgeber in den USA Social Networks wie Facebook oder Twitter nutzen.

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Quelle: Jobvite

Die Studie zeigt, das rund 80 Prozent aller befragten Unternehmen Social Networking bei der Rekrutierung einsetzen oder planen, es zu tun. Das am meisten genutzte Network ist wenig überraschend LinkedIn (95 Prozent aller Arbeitgeber), gefolgt von Facebook (59 Prozent) und Twitter (42 Prozent).

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Quelle: Jobvite

Beliebt ist es offenbar bei Personalverantwortlichen, Personen anzusprechen, die gar nicht aktiv eine Stelle suchen. 77 Prozent aller Unternehmen tuen dies. Dieses Abwerben dürfte bei Arbeitgebern auf wenig Gegenliebe stossen. In Social Networks, wo Menschen viel über sich preisgeben ist es einfach, potentielle Kandidaten gezielt anzusprechen. Insgesamt haben zwei Drittel aller Firmen, welche Social Networks nutzen, auch schon erfolgreich Kandidaten eingestellt, zu denen der Kontakt auf diesem Weg hergestellt worden war.

Interessanterweise gibt nur knapp ein Viertel aller Bewerber bei der Bewerbung seine Network-Profile auch wirklich an. Das ist dahingehend bemerkenswert, weil es von Experten empfohlen wird, sich in Social Networks als Teil einer Personal Branding-Strategie positiv in Szene zu setzen.

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Quelle: Jobvite

Nicht gefragt in der Studie wurde, wie viele Personalverantwortliche sich online über die Bewerber informieren. Bei genutzten Tools führen LinkedIn und Suchmaschinen die Rangliste an, an dritter Stelle liegt die telefonische Nachfrage bei Referenzen.

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Quelle: Jobvite

Um die Ergebnisse annährend auf Verhältnisse im deutschsprachigen Raum zu übertragen, müsste man sicher LinkedIn in den Antworten durch XING ersetzen. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass rund ein Drittel aller von Jobvite befragten Unternehmen aus dem Technologie-Sektor stammen, wo die Affinität zu Social Media tendenziell höher ist.

Wer als Angestellter jetzt auf die Idee kommt, in sein XING-Profil „suche neue Herausforderung“ reinzuschreiben, sollte bedenken, dass auch der aktuelle Arbeitgeber dies mitbekommen kann.

Siehe auch auf diesem Blog
Facebook als Spionagetool für den Arbeitgeber (fuellhaas.com)
Vortrag: Online Reputation – Karriereboost oder Zeitverschwendung? (fuellhaas.com)
XING: „Wer nicht online ist, verliert den Anschluss“ (fuellhaas.com)

Weitere Links
Zum Download der Studie (jobvite.com)
Karriereplanung auf eigene Faust (monster.de)

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2 Kommentare

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