Schlechte Reputation einfach hinter sich lassen?

Altria und Xe sind zwei grosse amerikanische Unternehmen…

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Die Namen sind Ihnen nicht geläufig? Kein Problem, vielleicht kennen Sie die beiden besser als den Tabakkonzern Philip Morris und das Sicherheits-Unternehmen Blackwater.

Das Rebranding von Phillip Morris wurde 2003 vollzogen. Damals wollte das Unternehmen zum Ausdruck bringen, dass es mehr als nur Tabakprodukte verkaufte. Phillip Morris hatte die Mehrheit an Kraft Foods erworben, welches jedoch unterdessen wieder als eigenständiges Unternehmen operiert.

Im Irak-Krieg war Blackwater im Auftrag des US-Militärs tätig. Die privaten Söldner lösten schnell Diskussionen und Kontroversen aus. Erster tragischer Höhepunkt waren die Ereignisse in Fallujah im März 2005, als vier Blackwater-Söldner getötet und an einer Brücke aufgehängt wurden. Im September 2007 war Blackwater in eine Schiesserei in Bagdad verwickelt, bei der 17 Zivilisten starben. Die Umbenennung in Xe wurde im Februar 2009 vollzogen, als auch klar wurde, dass Blackwater seinen Vertrag mit dem Pentagon für den Einsatz im Irak nicht verlängern konnte. Damit verbunden war auch eine Neuausrichtung im Dienstleistungsangebot von Blackwater. Blackwater-Präsident Gary Jackson schrieb in einem Memo an seine Angestellten:

“This company will continue to provide personnel protective services for high-threat environments when needed by the US government, but its primary mission will be operating our training facilities around the world, including the flagship campus in North Carolina.“ (Quelle)

Gleichzeitig bot diese Veränderung die Möglichkeit, den mit den Ereignissen in Irak stark negativ belasteten Namen „Blackwater“ loszuwerden.

Eine Namensänderung steht auch für GM in der Diskussion. Der ins Wanken geratene Autogigant stand wie kaum ein anders Unternehmen für die industrielle Macht Amerikas. Vom ehemals guten Ruf sind heute nur noch Insolvenz, staatliche Unterstützung und Autos, die keiner kaufen will, übrig geblieben. Was läge näher, als die Gesundschrumpfung mit einem neuen Namen zu verbinden?

“If the goal is to try and put this company on a massive diet and just turn it into a smaller car manufacturing operation, I’m not sure there’d be that much harm in rebranding… The brand isn’t in good shape, so they have little to lose.” (Quelle)

So wurde Jean-Pierre Dube, ein Professor für Marketing an der University of Chicago, kürzlich in einer AP-Meldung zitiert.

Sicher mag ein Re-Branding gewisse Vorteile fürs Marketing bieten, aber im Falle von GM geht es ja auch um die einzelnen Automarken, die an den Käufer gebracht werden sollen. Und gerade heute, wo Unternehmensstrategien von Medien und der Web-Community durchleuchtet und kommentiert werden, sollte man Kunden und Investoren mit einem simplen Namenswechsel nicht an der Nase herumführen wollen. Via Google lässt sch die Historie von Unternehmen und Markennamen schnell recherchieren. So einfach lässt sich der schlechte Ruf nicht abschütteln.

Mit Material von
Wikipedia

Siehe auch:
Komplettes Re-Branding in 63 Sekunden








1 Kommentar

  1. Nun es ist wohl klar, weshalb sich Blackwater in XE und nicht in Whitewater umbenannt hat. ;-)