Wie Medienberichte Vertrauen schaffen

Wenn Print-Magazine mit grosser Auflage und hohem Ansehen solche Titelbilder mit dem Namen Ihres Unternehmens oder Ihrer Marke drucken, dann wissen Sie, dass mit der Reputation Ihres Unternehmens definitiv einiges im Argen liegt.

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Der Spiegel-Titel von dieser Woche. Quelle: spiegel.de

In Deutschland wird seit 2007 von PMG Presse-Monitor und der Universität Leipzig der Corporate Trust Index (CTI) erhoben.

Image und Markenwert von Unternehmen werden maßgeblich durch das Vertrauen beeinflusst, das ihnen entgegengebracht wird. Da die meisten Informationen über Unternehmen in der Öffentlichkeit nicht aus erster Hand stammen, sondern medial vermittelt sind, ist die Medienberichterstattung der wesentliche Faktor dieser Vertrauensbildung auf Seiten der Leser.

Der Corporate Trust Index (CTI) spiegelt die Medienberichterstattung zu allen Unternehmen im Dax 30 wider und zeigt wie deren Image dadurch beeinflusst wird. Dabei werden die Inhalte der Berichterstattung sieben Vertrauensfaktoren zugeordnet, die sich zu folgenden drei Vertrauensdimensionen zusammenfassen lassen: Der fachspezifischen, der ethischen und der kommunikativen Dimension. (Quelle)

Und so präsentiert sich die Rangliste für die ersten zehn Plätze:

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Quelle: manager-magazin.de

Ihren Blick haben die Analysten von PMG Presse-Monitor im aktuellen Bericht auf den Energieversorger Eon gelegt, der auf dem eigentlich komfortablen achten Rang liegt:

Ein Blick auf das Vertrauen von Energieunternehmen ist immer interessant: Egal ob Restlaufzeiten von Atomkraftwerken oder die Umweltverträglichkeit von Kohlekraftwerken – Energieversorger stehen regelmäßig im Fokus der Öffentlichkeit. Im aktuellen CTI-Sechsmonats-Ranking, das die Berichterstattung zu den Vertrauensfaktoren der Dax-Konzerne in Meinungsführermedien analysiert, rangiert Eon wie im Vorjahr auf dem achten Platz. Doch weist das öffentliche Vertrauen von Eon bei einer langfristigen Betrachtung eine interessante Volatilität auf. Während sich das Vertrauen in Eon im letzten Jahr kontinuierlich erholte, droht nun ein Reputationsverlust vor allem in den Vertrauensdimensionen “Verantwortungsbewusstsein” und “Kommunikationsverhalten”.

Der Grund dafür liegt in der Ankündigung eines Sparprogramms als Reaktion auf schlechte Unternehmenszahlen. Sie führt zu einer tiefen Verunsicherung der Belegschaft, da das geplante Programm auch einen Stellenabbau vorsieht. Parallel dazu wurde ein Milliardengewinn kommuniziert. Dies wird entsprechend negativ in den Medien kommentiert. “Solche zeitlichen Koinzidenzen sind in der Regel schwere Kommunikationsfehler mit den entsprechenden Konsequenzen, was Vertrauens- und Reputationsverluste angeht”, kommentiert Vertrauensforscher Professor Bentele von der Universität Leipzig. Ein weiteres Issue ist der kommunikative Spagat von Eon bei der Bewertung von konventioneller und ökologischer Stromerzeugung – er wirkt stark konstruiert und wenig gelebt. Für einen nachhaltigen öffentlichen Vertrauensaufbau ist jedoch die Übereinstimmung von Handeln und Kommunikation wichtig.  (Quelle)

PMG-Geschäftsführer Klaus Rohr sagt:

“Vertrauen ist für Eon wie für jedes Unternehmen ein wichtiges ökonomisches Gut. Daher ist es wichtig, dieses Gut regelmäßig und systematisch zu messen. Medienanalysen wie der CTI können der Unternehmenskommunikation wertvolle Hinweise geben, um einen drohenden Vertrauensverlust frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegensteuern zu können.” (Quelle)

Wie bei allen Meinungsumfragen und Reputationsanalysen gilt auch hier: Den Worten müssen auch Taten folgen, denn nur wer als Unternehmen sein Handeln und Auftreten glaubwürdig verbessert, kann auch seine Reputation positiv beeinflussen.

Siehe auch
Medienberichterstattung schafft Online-Reputation (fuellhaas.com)
Eon in der Vertrauensfalle (manager-magazin.de)

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