Mit Nachhaltigkeit die Unternehmens-Reputation steigern

Vor ein paar Tagen schockte der deutsche Autohersteller BMW die Sportwelt mit der Bekanntgabe des Rückzugs aus der Formel 1 auf das Ende der laufenden Saison. Als Begründung wurde in den Medien vielerorts über das Ausbleiben von Erfolgen auf der Rennstrecke spekuliert, hatte das Team doch für dieses Jahr angekündigt, um die Weltmeisterschaft mitkämpfen zu wollen.

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Nachhaltigkeit spielt in Zukunft bei BMW eine zentrale Rolle. Bildquelle: stock.xchng

In der offiziellen Begründung von BMW spielen die sportlichen Leistungen keine Rolle. So sagte Dr. Klaus Draeger, Mitglied des Vorstands der BMW AG, in seiner Rede auf der Medienkonferenz vom vergangenen Mittwoch.

Ausschlaggebend für diese Grundsatzentscheidung waren nicht die aktuelle Performance in der Formel 1 und nicht die allgemeine wirtschaftliche Situation, sondern allein die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. (Quelle)

Der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Dr. Norbert Reithofer, erklärt die Strategie wie folgt:

Premium wird immer stärker auch über Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit definiert. Wir wollen hier eine Vorbildrolle einnehmen. Im Rahmen unserer Strategie Number ONE stellen wir deshalb alle Projekte unter den Aspekten Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit auf den Prüfstand. Unser Engagement in der Formel 1 entspricht dabei nicht mehr unserer Hauptzielrichtung. (Quelle)

Der Wettbewerbsvorteil einer Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Unternehmensstrategie drückt sich in vielfältiger Art und Weise aus und kann prinzipiell in drei Bereiche gegliedert werden, schreibt Charlotte Heine von Ernst & Young in einem lesenswerten Artikel:

  • Verbesserte finanzielle Leistungsfähigkeit
  • Verbessertes Risiko- und Reputationsmanagement
  • Verbesserte Stakeholderbeziehungen

Durch proaktive Integration der Grundsätze von Corporate Responsibility und dem hieraus gewonnenen Verständnis können gegenwärtige und zukünftige Risiken einfacher identifiziert und Gegenmaßnahmen schneller und effizienter ergriffen werden. Ebenfalls verbessert sich durch gelebte Corporate Responsibility die Reputation eines Unternehmens, die es erleichtert, hoch qualifizierte Arbeitnehmer zu rekrutieren und die Fluktuationsrate zu senken. Darüber hinaus steigert eine hohe Reputation den Markenwert eines Unternehmens und kann somit zu einer Steigerung des Umsatzes – wie zum Beispiel durch die Akzeptanz von Premiumpreisen bei den Konsumenten – führen. (Quelle)

Das Ziel ist auch bei BMW klar formuliert. Über nachhaltiges Handeln soll die Unternehmensreputation gestärkt werden:

Anspruch der BMW Group ist es, das Leitbild der Nachhaltigkeit zu konkretisieren und in die täglichen Geschäftsabläufe zu integrieren. Die Ziele sind dabei klar definiert: Es gilt Ressourcen im Unternehmen schonend und effizient einzusetzen, Risiken zu erkennen und Chancen zu nutzen sowie durch verantwortungsvolles Handeln gegenüber Mitarbeitern und der Gesellschaft, die Unternehmensreputation zu stärken. (Quelle BMW)

BMW folgt damit auch einem aktuellen Trend. Gemäss einer von acquisa veröffentlichten Umfrage, halten es zwei Drittel der Verbraucher für wichtig, das Firmen soziale Verantwortung übernehmen. Im Fokus steht dabei das Verhalten gegenüber den Mitarbeitern. 86 Prozent halten ein verantwortungsbewusstes Verhalten hier für wichtig. Umweltschutz wird von knapp 60 Prozent der gut 300 Befragten angeführt. Besonders in der Pflicht sehen die Befragten die Branchen Energie & Versorgung (88 Prozent) sowie  Auto & Verkehr (84 Prozent).

Wie relativ die Auffassung von Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit eben doch ist, zeigt ein Blick auf das Modell BMW X5 M, das aktuell im Web beworben wird.

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Die stolzen Verbrauchsdaten von 13,9 Liter pro 100 Kilometer und ein CO2-Ausstoss von 325g pro Kilometer haben ziemlich wenig mit Umweltverträglichkeit zu tun.

Siehe auch
Wer Vertrauen erwerben will, muss im Kerngeschäft punkten (fuellhaas.com)
In Krisenzeiten in Corporate Social Responsibility investieren (fuellhaas.com)








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  1. [...] Siehe auch Mit Nachhaltigkeit die Unternehmens-Reputation steigern (fuellhaas.com) [...]