Warum ich meinen Posterous-Blog einstelle

posterous-logoVor rund drei Wochen habe ich auf Posterous einen neuen Blog angefangen, mit der Absicht die neue Plattform kennen zu lernen. Posterous fällt vor allem durch ein paar technische Kniffe auf, die den Unterschied zu einem „normalen“ WordPress-Blog machen. So lassen sich ohne kompliziertes Backoffice via E-Mail oder Bookmarklet neue Beiträge online stellen. Diese können automatisiert auf Twitter, Facebook usw. weiterverbreitet werden.

Posterous kann man zusammen mit Tumblr zu den so genannten Mini-Blogs zählen. Posterous hat in den vergangenen Wochen viel Aufmerksamkeit in der Web 2.0-Szene bekommen, unter anderem auch durch Steve Rubel, der seinen bekannten Blog Micro Persuasion eingestellt und auf Posterous den Steve Rubel Lifestream eröffnet hat.

Auch wenn viele andere Blogger auf Posterous einen neuen Content-Kanal eröffnet haben und man sich leicht untereinander vernetzen kann, habe ich mich entschlossen, meinen Posterous-Blog nicht mehr weiterzuführen und zwar aus diesen Überlegungen:

  • Kannibalisierung meines Blogs fuellhaas.com
  • Zeitaufwand wird immer grösser, alle meine Content-Kanäle regelmässig mit Inhalten zu versorgen
  • Online-Profil wird immer unschärfer, je mehr Kanäle man bedienen will

Ich bediene verschiedene Kanäle wie meinen Blog, Twitter, delicious und FriendFeed (Reputation) mit Inhalten. Dazu kommen Profile auf XING und Facebook. Diese Plattformen sind vom Konzept her sehr unterschiedlich. Bei Posterous und meinem Blog ist mir der Unterschied einfach nicht gross genug, deshalb sehe ich auch die Gefahr der Kannibalisierung zwischen den beiden Angeboten. Mein Blog fuellhaas.com ist meine wichtigste Online-Präsenz und sozusagen die „Zentrale“ für Aufbau und Pflege meiner eigenen Online-Reputation sowie meines Dienstleistungs-Angebotes.

Siehe auch
Bloggen Sie noch oder streamen Sie schon? (fuellhaas.com)
Wochenrückblick: Karsten Füllhaas auf Posterous (fuellhaas.com)
Bloggen, Statusmeldungen, Kurzbeiträge… wer überall dabei ist, verwässert sein Online-Profil (fuellhaas.com)
Information Management in Social Media via E-Mail (PR Blogger)
Posterous is Changing How I Think About Blogging (Micro Persuasion)
Posterous vs. Tumblr: A Head to Head (Mashable)








5 Kommentare

  1. Interessant, ich bin gerade dabei Posterous für mich einzusetzen. Du hast recht, dass Posterous nicht viel anders ist als ein Blog System oder Tumblr. Was bei Posterous wirklich fantastisch und speziell ist, ist diese Autopost Funktion. Anstatt den Lifestream so aufzubauen, dass aus allen Kanälen aggregiert wird, kann dieser dadurch gerade umgekehrt realisiert werden. Jeder Post geht zu Posterous und wird von dort an die richtigen Kanäle weitergeleitet. Mal sehen, wie sich das bei mir bewährt, weiss es ja auch noch nicht :-)

  2. Karsten Füllhaas sagt:

    Posterous hat sicher seine Berechtigung, aber für mich sehe ich momentan keinen sinnvollen Einsatz.

  3. [...] habe ich mich nach dem Testen gegen Posterous entschieden, [...]

  4. Ich habe mich auf diversen genannten “Kanälen” versucht, auch parallel. Zuletzt habe ich Facebook abgemeldet.
    Mein WordPress selber zu warten war mir zu aufwendig geworden und für Omni-Präsenz habe ich keine Zeit.
    Bei den meisten Leuten die mir auf Twitter folgen weiß ich beim besten Willen nicht warum. Ich persönlich halte meine Following-Zahlen übersichtlich, weil mich die Inhalte der Leute interessieren.
    Posterous (um zum Thema zu kommen) bietet mir eine gute Möglichkeit mobil zu bloggen, auf Twitter darauf aufmerksam zu machen und meinen Flickr-Stream zu bestücken. Mehr brauch ich nicht. Alles andere steht auf meiner Homepage und muß nicht x-mal in andere Profilseiten wiederholt werden.