In der Unternehmenskommunikation gelten Printmedien, Radio, Fernsehen und die Online-Ableger der etablierten Medientitel als die „klassischen Multiplikatoren“. Auch wenn an dieser Stelle meist von Konsumenten als Multiplikatoren via Social Media die Rede ist, darf man die Bedeutung der klassischen Medien für die Unternehmenskommunikation nicht vergessen.
Um erfolgreich mit Journalisten zu kommunizieren, muss man wissen, wie sie am liebsten mit Informationen versorgt werden möchten. Unbestritten ist die Wichtigkeit es eines Online-Newsrooms auf der Unternehmenswebseite, wie eine Umfrage von TEKgroup International zeigt.

Wie wichtig ist es, dass ein Unternehmen einen Online-Newsroom hat? Quelle: mediaquell
Für das Erhalten von Medienmitteilungen setzen nahezu alle befragten Medienschaffenden auf den Versand via E-Mail. Aber auch das Abonnieren wie RSS gewinnt immer mehr Befürworter: 62 Prozent aller Befragten stufen RSS-Feeds als wichtig ein.
Ein Online-Newsroom ist gemäss Umfrage für die Journalisten auch relevant, weil er Zugang zu den verschiedenen Social Media-Aktivitäten des Unternehmens bietet. Blogs gehören dabei zu den beliebtesten Web 2.0-Medien bei Journalisten. 89 Prozent gaben an, Blogs zu Recherchezwecken zu besuchen.
Einen schweren Stand in Bezug auf die Kommunikation mit Journalisten hat offenbar Twitter. Nur sieben Prozent geben an, News über Twitter zu empfangen und sogar nur fünf Prozent meinen, auf diesem Weg Ideen für Artikel und Beiträge zu bekommen. Dennoch schätzen die Autoren der Studie die Bedeutung von Twitter sehr optimistisch ein:
Sehr interessant ist die Entwicklung des Kurznachrichtendienstes Twitter für die Unternehmenskommunikation. Nicht nur, dass immer mehr Journalisten und Reporter live News über den Twitter Account eines Unternehmens empfangen, sondern auch, dass die Kurznachrichten öfters auch Ideen-Lieferanten für Artikel-, Nachrichten- oder andere mediale Beiträge über das Unternehmen sind. Das Corporate-Gezwitscher ist damit als Input-Geber nicht zu unterschätzen. (Quelle)
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt der MEDIEN-TRENDMONITOR vom Juni 2009:

Quelle: news aktuell GmbH / Faktenkontor GmbH
Auch wenn die Studie von einem Lösungsanbieter für Newsrooms und Nachrichtenplattformen in Auftrag gegeben wurde, hat das von den Autoren gezogene Fazit sicher seine Berechtigung:
Die klassischen Multiplikatoren, welche früher ihre Nachrichten aus vollgepackten Pressemitteilungen schöpften, benutzen heute andere, leicht zugängliche und 24 h verfügbare Informationskanäle. 98 % der Medien-Multiplikatoren finden es daher wichtig, das Unternehmen ihnen einen Online Newsroom bieten. 78 % besuchen sehr oft oder oft den Online Newsroom eines Unternehmens. Den Zugang zu den vielfältigen Inhalten, Schnittstellen und externen Kanälen, wie auch die bequemen automatischen News-Alerts über E-Mail und RSS-Feed machen die Medien-Plattform zu einem attraktiven und effizienten Hilfsmittel für die Multiplikatoren. (Quelle)
Via
mediaquell
Siehe auch
Online-Pressebereich als Informations-Drehscheibe (fuellhaas.com)
Kostenlose PR-Portale im Überblick (fuellhaas.com)
Journalisten recherchieren mehr in Social Media (Textberater.com)
G+J-Chef sieht wenig Bedeutung von Social Networks für Journalismus (GMF)









